Akkusativ im Deutschen – Erklärung, Tipps, Beispiele

Der Akkusativ ist neben dem Nominativ, Genitiv und Dativ einer der vier Fälle im Deutschen. Er gibt im Satz meist das direkte Objekt an und beantwortet die Frage wen oder was?. Beispiel: Ich putze das Haus (Akkusativ).

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Akkusativ gibt das direkte Objekt im Satz an
  • Er lässt sich mit Wen? oder Was? erfragen
  • Er steht immer dann, wenn ein Verb oder eine Präposition es erfordern
  • 90 % aller Verben brauchen den Akkusativ

Inhaltsverzeichnis

Der Akkusativ im Überblick

Der Akkusativ ist einer der vier Fälle im Deutschen. Im Satz übernimmt er die Funktion des direkten Objekts. Er beantwortet die Frage wen oder was?. In der deutschen Sprache definieren die Verben und Präpositionen das Objekt. Das heißt, der Akkusativ steht immer dann, wenn ein Verb oder eine Präposition es erfordern.

Beispiele

  • Ich sehe ihn.
  • Durch den Hund gehe ich deutlich öfter spazieren.

Nomen und Pronomen können im Akkusativ stehen. Ihre Begleiter, wie ArtikelAdjektive oder Possessivpronomen werden dekliniert und stehen dann ebenfalls im Akkusativ. Dabei ändert sich ihre Form und sie bekommenen eine typische Akkusativendung.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Substantiven und Pronomen:

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Verben mit Akkusativ

Welcher Kasus (Fall) erforderlich ist, wird im Deutschen durch das Verb bestimmt. 90 % aller Verben brauchen den Akkusativ. Die anderen 10 %, Verben mit Dativ  oder Verben mit Dativ und Akkusativ, können Sie einfach auswendig lernen.

Beispiele

brauchen, essen, finden, kaufen, haben, verstehen

Ich brauche deine Hilfe.
Heute esse ich einen großen Salat.
Hast du meine Brille gefunden?
Wir kaufen ein neues Auto.
Hat er noch Hunger?
Ich verstehe dich nicht.

Manche Verben stehen mit Dativ und Akkusativ, also mit zwei Objekten.

Beispiele

geben, sagen, schenken, senden, versprechen

Gibst du mir bitte das Salz?
Du weißt, du kannst mir alles sagen.
Schenkst du den Kindern wieder ein Buch?
Wir können Ihnen das Paket heute nicht mehr senden.
Du hast versprochen, deinen Eltern immer die Wahrheit zu sagen.

Auch zu diesen Verben haben wir Ihnen eine Übersicht vorbereitet: ➜ Verben mit Dativ Akkusativ

Präpositionen mit Akkusativ

Neben Verben können auch Präpositionen den Akkusativ erfordern. In diesem Fall steht das Substantiv oder Pronomen, das auf die Präposition folgt, im Akkusativ. Einige der häufigsten dieser Präpositionen sind:

Beispiele

an, auf, bis, durch, für, gegen, in, neben, ohne, um, über, vor

Beispiele

Sie denken oft an ihren letzten Urlaub.
Sie legt das Buch auf den Tisch.
Wir warten bis nächste Woche auf das Ergebnis.
Die Sonne scheint durch das Fenster.
Ich kaufe ein Geschenk für den Geburtstag.
Er hat sich gegen die Grippe impfen lassen.
Wir gehen in das Kino und freuen uns auf den Film.
Ich stelle die Blumen neben das Fenster.
Ohne dich wäre der Tag nur halb so schön.
Wir sitzen um das Lagerfeuer und erzählen Geschichten.
Wir sprechen gerne über unsere Zukunftspläne.
Ich stelle mich vor das Gebäude und warte auf dich.

Einige Verben und reflexive Verben stehen immer mit einer Präposition. Die Übersichten dazu finden Sie hier: Verben mit Präpositionen und reflexive Verben mit Präpositionen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Substantiven und Pronomen:

Deklination von Nomen, Pronomen, Adjektiven und Artikeln

Nomen und Pronomen können im Akkusativ stehen. Ist das der Fall, werden ihre Begleiter wie Adjektivebestimmte Artikel und unbestimmte Artikel dekliniert und stehen dann ebenfalls im Akkusativ.

Nomen

 SingularPlural
Maskulin

den Tisch

die Tische

Feminin

die Blume

die Blumen

Neutrum

das Haus

die Häuser

Hier finden Sie weitere Informationen zu Nomen:

Personalpronomen

SingularPlural
  • ich → mich
  • du → dich
  • er → ihn
  • sie → sie
  • es → es
  • wir → uns
  • ihr → euch
  • sie → sie

Hier finden Sie weitere Informationen zu Personalpronomen:

Relativpronomen

Maskulin

den

Feminin

die

Neutrum

das

Plural

die

Hier finden Sie weitere Informationen zu Reflexivpronomen:

Possessivpronomen

Auch Possessivpronomen können im Akkusativ stehen. Die Formen lauten.

Maskulinum
(Endung -en)
Neutrum
(ohne Endung)
Feminin / Plural
(Endung -e)

Singular

  • ich → meinen
  • du → deinen
  • er → seinen
  • sie → ihren
  • es → seinen

Singular

  • ich → mein
  • du → dein
  • er → sein
  • sie → ihr
  • es → sein

Singular

  • ich → meine
  • du → deine
  • er → seine
  • sie → ihre
  • es → seine

Plural

  • wir → unseren
  • ihr → euren
  • sie → ihren

Plural

  • wir → unser
  • ihr → euer
  • sie → ihr

Plural

  • wir → unsere
  • ihr → eure
  • sie → ihre

Höflichkeitsform

  • Sie → Ihren

Höflichkeitsform

  • Sie → Ihr

Höflichkeitsform

  • Sie → Ihre

Hier finden Sie weitere Informationen zu Possessivpronomen:

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Deutsche Abkürzungen

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Bestimmte und unbestimmte Artikel

 Bestimmter ArtikelUnbestimmter Artikel

Maskulin

deneinen

Feminin

dieeine

Neutrum

dasein

Plural

die 

Hier finden Sie weitere Informationen zu bestimmten und unbestimmten Artikeln:

Adjektivdeklination

Ein Adjektiv wird nach Genus, Kasus und Numerus des Nomens dekliniert, zu dem es gehört. Die Formen der Adjektivdeklination im Akkusativ lauten:

Maskulin

den grünen Apfel

Feminin

die rote Tomate

Neutrum

das frische Brot

Plural

die leckeren Früchte

Hier finden Sie weitere Informationen zur Adjektivdeklination:

Dativ oder Akkusativ?

Für viele Deutschlernende ist die Frage Dativ oder Akkusativ? schwierig zu beantworten, weil beide als Objekt im Satz stehen. Der Dativ beantwortet die Frage wem?, der Akkusativ die Frage wen oder was?. Welcher der beiden Fälle benötigt wird, wird durch das Verb bestimmt. Manchmal auch durch eine Präposition. Der Dativ beschreibt oft, wer den Akkusativ erhält.

Beispiele

Ich schenke ihm (Dativ) einen Ball (Akkusativ).

Ich helfe ihr (Dativ) bei den Hausaufgaben (Akkusativ).

Hier finden Sie weitere Informationen zu Dativ oder Akkusativ:

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