Personalpronomen: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie

Personalpronomen werden anstelle eines Nomens verwendet, um eine Person oder eine Sache zu bezeichnen, ohne sie nochmals zu benennen. So vermeiden sie Wiederholungen und gestalten den Text flüssiger.

Das Wichtigste im Überblick

  • Personalpronomen ersetzen Substantive
  • Man nutzt sie, um Wiederholungen zu vermeiden
  • Personalpronomen muss man deklinieren
  • „Sie“ wird in großgeschriebener Form auch als Höflichkeitsform verwendet
  • Es“ dient oft als Platzhalter für unpersönliche Konstruktionen

Inhaltsverzeichnis

Personalpronomen im Überblick

In der deutschen Sprache passen Personalpronomen sich in Person, Numerus (Singular/Plural), Genus (Geschlecht) und Kasus (vier Fälle) an die grammatische Funktion im Satz an. Oft stehen sie am Anfang eines Satzes als Subjekt.

Beispiele

Ich mag Schokolade.

Sie geht ins Kino.

Wir treffen uns morgen.

Zum Üben ist es hilfreich, die Personalpronomen nicht isoliert zu lernen, da andere Wörter im Satz (v. a. das Verb) vom Personalpronomen abhängen.

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Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Deklinationen mit Erklärungen, Beispielen, Tipps und Links zu Übungen.

Übersicht Deklination von Personalpronomen

Im Deutschen werden Personalpronomen dekliniert. Das bedeutet: Sie passen sich in Person, Numerus, Genus und Kasus an die grammatische Funktion im Satz an.

PersonNominativ (wer?)Genitiv (wessen?)Dativ (wem?)Akkusativ (wen?)
1. Person Singularichmeinermirmich
2. Person Singulardudeinerdirdich
3. Person Singular (maskulin)erseinerihmihn
3. Person Singular (feminin)sieihrerihrsie
3. Person Singular (Neutrum)esseinerihmes
1. Person Pluralwirunserunsuns
2. Person Pluralihreuereucheuch
3. Person Pluralsieihrerihnensie
HöflichkeitsformSieIhrerIhnenSie

Personalpronomen im Nominativ: Wer? oder Was?

Die Personalpronomen im Nominativ heißen im Singular ich, du, er, sie, es und im Plural wir, ihr, sie. Dies sind die Grundformen des Personalpronomens, die meist auch das Subjekt eines Satzes bilden. Zu jeder Person gibt es eine Form in der Einzahl (Singular) und in der Mehrzahl (Plural).

Sie erkennen, in welchem Fall ein Satzteil steht, wenn Sie nach dem Satzteil fragen. Die Frage für den Nominativ ist: Wer? oder Was?

Person Personalpronomen
1. Person Singular ich
2. Person Singular du
3. Person Singular (maskulin) er
3. Person Singular (feminin) sie
3. Person Singular (neutrum) es
1. Person Plural wir
2. Person Plural ihr
3. Person Plural sie
Höflichkeitsform Sie

Beispiele

  • Ich gehe heute spazieren.
  • Du lernst Deutsch.
  • Sie kommen aus Deutschland? (Höflichkeitsform)

Hier finden Sie weitere Informationen zum Nominativ:

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Personalpronomen im Genitiv: Wessen?

Die Personalpronomen im Genitiv heißen im Singular meiner, deiner, seiner, ihrer, seiner und im Plural unser, euer, ihrer. Sie werden relativ selten verwendet. Der Grund dafür ist: Sie kommen nur in Verbindung mit bestimmten Verben und in gehobener Sprache vor.

Sie erkennen, in welchem Fall ein Satzteil steht, wenn Sie nach dem Satzteil fragen. Die Frage für den Genitiv ist: Wessen?

Person Personalpronomen
1. Person Singular meiner
2. Person Singular deiner
3. Person Singular (er) seiner
3. Person Singular (sie) ihrer
3. Person Singular (es) seiner
1. Person Plural unser
2. Person Plural euer
3. Person Plural ihr
Höflichkeitsform (Sie) Ihr

Beispiele

  • erinnern: Sie ist sehr bekannt. Man wird sich ihrer erinnern.
  • gedenken: Wenn er tot ist, werden sie seiner gedenken.
  • schämen: Sie schämen sich ihrer.
  • überdrüssig sein: Sie waren unser überdrüssig.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Genitiv:

Tipp

Präposition + Dativ oder Akkusativ statt Genitiv

Im Alltag benutzen die meisten Menschen den Genitiv bei Personalpronomen kaum noch. Stattdessen verwenden sie oft eine Präposition mit Dativ oder Akkusativ oder verändern das Verb.

Beispiele

  • Sie nimmt sich seiner an. → Sie kümmert sich um ihn.
  • Die Menschen werden sich deiner erinnern. → Die Menschen werden sich an dich erinnern.
  • Wir gedenken ihrer. → Wir denken an sie.
  • Er erbarmte sich meiner. → Er hatte mit mir Mitgleid.

Personalpronomen im Dativ: Wem?

Die Personalpronomen im Dativ sind im Singular mir, dir, ihm, ihr und im Plural uns, euch, ihnen. Sie zeigen, wem oder was etwas passiert oder gegeben wird. Ein Dativobjekt im Satz kann durch ein Personalpronomen ersetzt werden. Das Pronomen steht dann als indirektes Objekt.

Sie erkennen, in welchem Fall ein Satzteil steht, wenn Sie nach dem Satzteil fragen. Die Frage für den Dativ lautet: Wem?

Person Personalpronomen
1. Person Singular mir
2. Person Singular dir
3. Person Singular (er) ihm
3. Person Singular (sie) ihr
3. Person Singular (es) ihm
1. Person Plural uns
2. Person Plural euch
3. Person Plural ihnen
Höflichkeitsform (Sie) Ihnen

Beispiele

  • Gibst du mir deine Adresse?
  • Ich gebe dir ein Buch.
  • Ihm gefällt dieses Buch. Ihr auch.
  • Er hilft uns bei der Arbeit.
  • Wir vertrauen euch.
  • Sie hilft ihnen gerne.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dativ und Personalpronomen im Dativ:

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Tipp

Das Personalpronomen im Dativ steht normalerweise vor dem Akkusativobjekt. Beispiel: Ich schenke ihm einen Stift.

Personalpronomen im Akkusativ: Wen? oder Was?

Die Personalpronomen im Akkusativ heißen im Singular mich, dich, ihn, sie, es und im Plural uns, euch, sie. Sie ersetzen das direkte Objekt im Satz.

Sie erkennen, in welchem Fall ein Satzteil steht, wenn Sie nach dem Satzteil fragen. Die Frage für den Akkusativ lautet: Wen? oder Was?

Person Personalpronomen
1. Person Singular mich
2. Person Singular dich
3. Person Singular (er) ihn
3. Person Singular (sie) sie
3. Person Singular (es) es
1. Person Plural uns
2. Person Plural euch
3. Person Plural sie
Höflichkeitsform (Sie) Sie

Beispiele

  • Sie sieht mich.
  • Ich liebe dich.
  • Er besucht ihn am Wochenende.
  • Sie hat uns zum Geburtstag eingeladen.
  • Wie haben euch gestern vor der Boulderhalle gesehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Akkusativ und Personalpronomen im Akkusativ:

Die Höflichkeitsform „Sie“

Das Personalpronomen „Sie“ wird in der Höflichkeitsform immer großgeschrieben, unabhängig vom Kasus. So lässt sie sich von der dritten Person Plural unterscheiden. Im Akkusativ bleibt die Form so wie im Nominativ. Im Dativ verändert sie sich zu Ihnen, im Genitiv zu Ihrer.

Die Höflichkeitsform benutzen Sie möglichst immer dann, wenn Sie eine erwachsene Person nicht kennen und höflich und respektvoll sein möchten.

Beispiele

  • Nominativ: Könnten Sie mir helfen?
  • Genitiv: Wir gedenken Ihrer.
  • Dativ: Ich danke Ihnen.
  • Akkusativ: Ich rufe Sie an.

Das unpersönliche „es“

Das unpersönliche „es“

Das Personalpronomen es kann als Platzhalter für das Subjekt oder das Objekt im Satz stehen. Es kann persönlich oder unpersönlich sein. Oft wird es für unpersönliche Aussagen benutzt, besonders bei abstrakten, also nicht gegenständlichen Dingen. Oder es bildet das Subjekt bei unpersönlichen Verben oder das Objekt in einigen festen Wendungen.

Beispiele

Allgemeine, unpersönliche Aussage

Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.

Subjekt eines unpersönlichen Verbs

Es regnet heute.

Objekt in einer festen Wendung

Ich habe es eilig.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Personalpronomen es:

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