Nominativ im Deutschen – Erklärung, Tipps, Beispiele

Der Nominativ ist einer der vier Fälle im Deutschen. Er wird verwendet, wenn ein Wort die Rolle des Subjekts im Satz übernimmt. Substantive und Pronomen stehen im Nominativ in ihrer Grundform, das bedeutet, sind sind nicht dekliniert. Beispiele: Das Haus ist groß. Wir sind glücklich.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Nominativ zeigt das Subjekt an – also wer oder was etwas tut
  • Er lässt sich mit Wer? oder Was? erfragen
  • Substantive und Pronomen werden im Nominativ nicht dekliniert

Inhaltsverzeichnis

Formen des Nominativs

Nomen, Artikel und verschiedene Pronomen können im Nominativ stehen – und zwar immer dann, wenn sie das Subjekt des Satzes sind oder sich auf das Subjekt beziehen. Im Nominativ stehen sie in ihrer Grundform, also nicht dekliniert.

Unter anderem können folgende Nomen, Pronomen und Artikel im Nominativ stehen:

Deren Formen lauten:

 SubstantiveBestimmter ArtikelUnbestimmter Artikel
Maskulin

Mann

der

ein

Feminin

Frau

die

eine

Neutrum

Kind

das

ein

Plural

Kinder

die

 

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 PersonalpronomenPossessivpronomen (maskulin)
Singular
  • ich
  • du
  • er
  • sie
  • es
  • mein
  • dein
  • sein
  • ihr
  • sein
Plural
  • wir
  • ihr
  • sie/Sie
  • unser
  • euer
  • ihr/Ihr
 RelativpronomenDemonstrativpronomen
Maskulinderdieser
Feminindiediese
Neutrumdasdieses
Pluraldiediese

Verwendung des Nominativ

Das Subjekt eines Satzes steht immer im Nominativ und beantwortet die Frage: wer oder was?

Beispiele

  • Ich freue mich auf die Geburtstagsfeier.
  • Das Haus ist schön.

Auch Demonstrativ- und Relativpronomen stehen im Nominativ, wenn sie sich auf das Subjekt beziehen.

Beispiele

  • Die Geburtstagsfeier, die morgen stattfindet, wird sicher gut.
  • Das Haus, das vor Kurzem renoviert wurde, sieht super aus.

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Verben mit Nominativ

Welcher Fall im Satz gebraucht wird, hängt im Deutschen vom Verb ab. Manche Verben brauchen den Akkusativ, andere den Dativ. Hier finden Sie eine Übersicht der gängigsten Verben mit Dativ und Akkusativ.

Sein, werden, heißen und bleiben erfordern dagegen einen zweiten Nominativ. Diese Verben beschreiben keine Handlung, sondern sagen, wer oder was jemand ist.

Beispiele

Ich bin Lehrer.

Sie wird Ärztin.

Sie heißt Sandra.

Du bleibst mein Freund.

Adjektive im Nominativ

Auch Adjektive können im Nominativ stehen. Sie passen sich in Kasus, Numerus und Genus dem Nomen an, auf das sie sich beziehen. Das nennt man Adjektivdeklination. Steht das Nomen also im Nominativ, ist das auch beim Adjektiv der Fall.

Beispiele

bestimmter Artikel

Maskulin: der fröhliche Hund

Feminin: die fröhliche Katze

Neutrum: das schöne Haus

Plural: die schönen Möbel

unbestimmter Artikel

Maskulin: ein fröhlicher Hund

Feminin: eine fröhliche Katze

Neutrum: ein schönes Haus

Plural: --- schöne Möbel

Hier finden Sie weitere Informationen zu Adjektiven und zur Adjektivdeklination:

Beispiele

Fast alle deutschen Sätze enthalten ein Subjekt und damit auch den Nominativ. Das gilt unabhängig davon, wie kurz oder kompliziert ein Satz ist.

Beispiele mit Nominativ

Der Hund schläft.
Meine Schwester liest ein Buch.
Das neue Restaurant hat gestern geöffnet.
Ich habe keine Lust.
Wir werden morgen ankommen.

In seltenen Fällen kann ein Satz aber auch ohne Subjekt formuliert sein – und damit ohne Nominativ. Das betrifft vor allem folgende Ausnahmen:

1. Unpersönliche Sätze mit es

Hier steht kein echtes Subjekt – es ist ein Scheinsubjekt.

Es regnet.

Es ist kalt.

Es wird getanzt.

2. Imperativsätze (Befehle)

Bei Sätzen mit dem Imperativ ist das Subjekt du bzw. ihr gemeint. Es wird aber nicht extra genannt, sondern steckt in der Imperativform. Nur für Sie ist das Subjekt zu sehen.

Komm bitte!

Seid leise!

Lesen Sie den Text!

Hier finden Sie weitere Informationen zum Imperativ:

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3. Sätze mit Infinitivkonstruktionen

Gewisse Sätze mit Infinitiven benötigen ebenfalls kein Subjekt.

Zu lügen ist verboten.

Spazierengehen hilft mir.

Nicht zu viel essen!

Hier finden Sie weitere Informationen zum Infinitiv:

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