Nominativ im Deutschen – Erklärung, Tipps, Beispiele
Der Nominativ ist einer der vier Fälle im Deutschen. Er wird verwendet, wenn ein Wort die Rolle des Subjekts im Satz übernimmt. Substantive und Pronomen stehen im Nominativ in ihrer Grundform, das bedeutet, sind sind nicht dekliniert. Beispiele: Das Haus ist groß. Wir sind glücklich.
Das Wichtigste im Überblick
- Der Nominativ zeigt das Subjekt an – also wer oder was etwas tut
- Er lässt sich mit Wer? oder Was? erfragen
- Substantive und Pronomen werden im Nominativ nicht dekliniert
Inhaltsverzeichnis
Formen des Nominativs
Abschnitt 1/5
Nomen, Artikel und verschiedene Pronomen können im Nominativ stehen – und zwar immer dann, wenn sie das Subjekt des Satzes sind oder sich auf das Subjekt beziehen. Im Nominativ stehen sie in ihrer Grundform, also nicht dekliniert.
Unter anderem können folgende Nomen, Pronomen und Artikel im Nominativ stehen:
- Substantive
- Bestimmte Artikel
- Unbestimmte Artikel
- Personalpronomen
- Possessivpronomen
- Relativpronomen
- Demonstrativpronomen
Deren Formen lauten:
| Substantive | Bestimmter Artikel | Unbestimmter Artikel | |
|---|---|---|---|
| Maskulin | Mann | der | ein |
| Feminin | Frau | die | eine |
| Neutrum | Kind | das | ein |
| Plural | Kinder | die |
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| Personalpronomen | Possessivpronomen (maskulin) | |
|---|---|---|
| Singular |
|
|
| Plural |
|
|
| Relativpronomen | Demonstrativpronomen | |
|---|---|---|
| Maskulin | der | dieser |
| Feminin | die | diese |
| Neutrum | das | dieses |
| Plural | die | diese |
Verwendung des Nominativ
Das Subjekt eines Satzes steht immer im Nominativ und beantwortet die Frage: wer oder was?
Beispiele
- Ich freue mich auf die Geburtstagsfeier.
- Das Haus ist schön.
Auch Demonstrativ- und Relativpronomen stehen im Nominativ, wenn sie sich auf das Subjekt beziehen.
Beispiele
- Die Geburtstagsfeier, die morgen stattfindet, wird sicher gut.
- Das Haus, das vor Kurzem renoviert wurde, sieht super aus.
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Verben mit Nominativ
Welcher Fall im Satz gebraucht wird, hängt im Deutschen vom Verb ab. Manche Verben brauchen den Akkusativ, andere den Dativ. Hier finden Sie eine Übersicht der gängigsten Verben mit Dativ und Akkusativ.
Sein, werden, heißen und bleiben erfordern dagegen einen zweiten Nominativ. Diese Verben beschreiben keine Handlung, sondern sagen, wer oder was jemand ist.
Beispiele
Ich bin Lehrer.
Sie wird Ärztin.
Sie heißt Sandra.
Du bleibst mein Freund.
Adjektive im Nominativ
Auch Adjektive können im Nominativ stehen. Sie passen sich in Kasus, Numerus und Genus dem Nomen an, auf das sie sich beziehen. Das nennt man Adjektivdeklination. Steht das Nomen also im Nominativ, ist das auch beim Adjektiv der Fall.
Beispiele
bestimmter Artikel
Maskulin: der fröhliche Hund
Feminin: die fröhliche Katze
Neutrum: das schöne Haus
Plural: die schönen Möbel
unbestimmter Artikel
Maskulin: ein fröhlicher Hund
Feminin: eine fröhliche Katze
Neutrum: ein schönes Haus
Plural: --- schöne Möbel
Hier finden Sie weitere Informationen zu Adjektiven und zur Adjektivdeklination:
Beispiele
Fast alle deutschen Sätze enthalten ein Subjekt und damit auch den Nominativ. Das gilt unabhängig davon, wie kurz oder kompliziert ein Satz ist.
Beispiele mit Nominativ
In seltenen Fällen kann ein Satz aber auch ohne Subjekt formuliert sein – und damit ohne Nominativ. Das betrifft vor allem folgende Ausnahmen:
1. Unpersönliche Sätze mit es
Hier steht kein echtes Subjekt – es ist ein Scheinsubjekt.
Es regnet.
Es ist kalt.
Es wird getanzt.
2. Imperativsätze (Befehle)
Bei Sätzen mit dem Imperativ ist das Subjekt du bzw. ihr gemeint. Es wird aber nicht extra genannt, sondern steckt in der Imperativform. Nur für Sie ist das Subjekt zu sehen.
Komm bitte!
Seid leise!
Lesen Sie den Text!
Hier finden Sie weitere Informationen zum Imperativ:
Keine Lust mehr auf Nominativ? Wie wäre es dann mit diesen Themen?
3. Sätze mit Infinitivkonstruktionen
Gewisse Sätze mit Infinitiven benötigen ebenfalls kein Subjekt.
Zu lügen ist verboten.
Spazierengehen hilft mir.
Nicht zu viel essen!
Hier finden Sie weitere Informationen zum Infinitiv:
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