Wortarten im Deutschen – ein Überblick
Im Deutschen gibt es verschiedene Wortarten, die alle eigene Besonderheiten haben und verschiedene Funktionen im Satz übernehmen können. Zu den Wortarten zählen beispielsweise Nomen, Verben, Adjektive oder Pronomen.
Das Wichtigste im Überblick
- Es gibt im Deutschen verschiedene Wortarten, zum Beispiel: Nomen, Verb, Adjektiv
- Jede Wortart übernimmt eine andere Funktion im Satz
- Fast alle Wortarten können dekliniert/konjugiert werden
Inhaltsverzeichnis
Nomen
Nomen, auch Substantive oder Hauptwörter genannt, bezeichnen Lebewesen, Dinge, Namen oder Begriffe. Sie werden immer großgeschrieben und stehen oft mit einem bestimmten Artikel (der, die, das) oder unbestimmten Artikel (ein, eine, einen). Sie können in allen vier Fällen (Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ) stehen und die Funktion des Subjekts oder Objekts übernehmen.
Beispiele
- ein Auto
- der Hund
- Der Abend war sehr schön. (Nominativ)
- Ich mag lange Spaziergänge sehr. (Akkusativ)
Hier finden Sie weitere Informationen zu Substantiven:
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Verben
Verben sind tun Wörter. Sie drücken die Handlung im Satz aus, also was passiert. Das kann allerdings auch ein Vorgang oder die Beschreibung eines Zustands sein.
Man unterscheidet zwischen Vollverben, Hilfsverben und Modalverben.
- Vollverben können alleine im Satz stehen und benötigen kein zweites Verb.
- Die drei Hilfsverben sind werden, sein und haben. Sie werden zur Bildung der verschiedenen Zeiten gebraucht.
- Modalverben erweitern die Bedeutung eines anderen Verbs. Sie können Notwendigkeiten, Möglichkeiten, Fähigkeiten, Erlaubnis oder Wünsche ausdrücken und benötigen meist ein zweites Verb im Infinitiv. Die sechs Modalverben sind: dürfen, können, mögen, müssen, sollen, wollen.
Es gibt viele verschiedene Verbarten, die Deutschlernenden oft große Probleme bereiten. Zum Beispiel: unregelmäßige Verben, trennbare Verben, reflexive Verben ...
Beispiele
Ich male ein Bild.
Ich esse ein Stück Kuchen.
Sie muss schlafen.
Er soll sich mehr bewegen.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Verben:
Adjektive
Adjektive sind wie Wörter. Sie beschreiben Eigenschaften oder die Beschaffenheit von Nomen. Sie passen sich in Kasus, Numerus und Genus dem Substantiv an, auf das sie sich beziehen. Das bezeichnet man auch als Adjektivdeklination.
Beispiele
schön
weich
langweilig
Beispiele für Adjektivdeklination
- Nominativ: Das schöne Haus.
- Genitiv: Die Fassade des schönen Hauses.
- Dativ: Er hat dem schönen Haus einen neuen Anstrich verpasst.
- Akkusativ: Wir werden das schöne Haus kaufen.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Adjektiven:
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Pronomen
Pronomen sind Wörter, die Substantive entweder ersetzen oder ergänzen können. Ähnlich der Adjektiven passen sie sich in Kasus, Numerus und Genus an das Nomen an. Jede Pronomenart hat ihre eigene Funktion und Rolle im Satzbau. Man unterscheidet zwischen:
- Personalpronomen (ich, du, er, sie …)
- Possessivpronomen (mein, dein, sein …)
- Reflexivpronomen (mich, dich, sich …)
- Relativpronomen (der, die, das, welcher …)
- Demonstrativpronomen (dieser, jener …)
- Interrogativpronomen (wer, was, welcher …)
- Indefinitpronomen (man, jemand, einige …)
Hier finden Sie weitere Informationen zu Pronomen:
Artikel
Artikel stehen vor Nomen und können entweder bestimmt (der, die, das) oder unbestimmt (ein, eine, einen) sein. Bestimmte Artikel verweisen auf etwas Bekanntes oder Konkretes. Unbestimmte Artikel dagegen beziehen sich etwas Unbekanntes oder Allgemeines.
Beispiele
Bestimmter Artikel
Ich kaufe das Buch.
Unbestimmter Artikel
Ich kaufe ein Buch.
Bestimmter Artikel
Ich möchte den Tisch am Fenster reservieren.
Unbestimmter Artikel
Ich möchte einen Tisch am Fenster reservieren.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Artikeln:
Adverbien
Adverbien ergänzen Verben, Adjektive oder ganze Sätze mit zusätzlichen Informationen. Sie geben beispielsweise Aufschluss über Ort, Zeit, Art und Weise oder den Grund.
Im Gegensatz zu den bisherigen Wortarten bleiben sie stets unverändert. Das heißt, sie werden weder konjugiert noch dekliniert. Es gibt verschiedene Arten von Adverbien:
- Lokaladverbien (Ort): hier, dort, draußen
- Temporaladverbien (Zeit): gestern, bald, jetzt
- Konjunktionaladverbien (verbinden zwei Hauptsätze): daher, deshalb, deswegen
- Modaladverbien (Art und Weise): gern, schnell
- Kausaladverbien (Grund): deshalb, darum, deswegen
Hier finden Sie weitere Informationen zu Adverbien:
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Präpositionen
Präpositionen geben an, wie zwei Wörter zueinander stehen. Beispielsweise: Das Buch liegt auf dem Tisch. Sie stehen meist direkt vor einem Nomen oder Pronomen und benötigen einen bestimmten Fall. Das heißt: die Präposition bestimmt, ob ihr Bezugswort im Genitiv, Dativ oder Akkusativ steht.
Beispiele
Lokal (Ort)
auf, unter, neben
Temporal (Zeit)
seit, nach, vor
Modal (Art und Weise)
mit, ohne, durch
Kausal (Grund)
wegen, aufgrund
Hier finden Sie weitere Informationen zu Präpositionen:
Konjunktionen
Konjunktionen sind Bindewörter. Viele leiten einen Nebensatz ein, es gibt jedoch auch einige, die zwei Hauptsätze miteinander verbinden. Je nachdem, welche zwei Sätze durch eine Konjunktion verbunden werden, muss der Satzbau entsprechend angepasst werden.
Beispiele
Konjunktionen, die zwei Hauptsätze verbinden
- und, oder, aber, denn, sondern
Ich lese ein Buch und mein Bruder hört Musik.
Ich bleibe zu Hause, weil es regnet.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Konjunktionen:
Quiz
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