Modalverb dürfen – Bedeutung, Konjugation, Beispiele

Das Modalverb dürfen drückt eine Erlaubnis aus. Steht es mit einer Negation, drückt es stattdessen ein Verbot aus. Was erlaubt oder verboten wird, kommt durch das zweite Verb am Satzende zum Ausdruck. Beispiel: Sie dürfen hier nicht rauchen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Dürfen ist ein Modalverb
  • Es drückt eine Erlaubnis aus
  • Dürfen + Verneinung gibt ein Verbot an

Inhaltsverzeichnis

Das Modalverb dürfen im Überblick

Dürfen ist ein Modalverb, wie wollen, müssen oder möchten. Es drückt eine Erlaubnis oder ein Verbot aus. Was genau erlaubt oder verboten wird, wird durch das zweite Verb ausgedrückt, das im Infinitiv am Satzende steht.

Das Modalverb steht meist an zweiter Position im Satz, das Vollverb am Satzende. Diese Konstruktion nennt man Satzklammer.

Beispiele

Erlaubnis

Man darf hier parken.

Verbot

Man darf hier nicht parken.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Satzklammer und Satzbau:

Auf fortgeschrittenem Niveau kann dürfen auch für Wahrscheinlichkeiten oder vorsichtige Schätzungen verwendet werden. Dürfen steht dann im Konjunktiv 2.

Beispiele

  • Das dürfte ungefähr 20 Minuten dauern.
  • Das dürften etwa 50 Meter sein.

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Tipp

Dürfen ist ein reines Modalverb, das normalerweise mit einem weiteren Verb im Infinitiv steht. Das zweite Verb gibt an, worauf sich die Erlaubnis oder das Verbot bezieht.

Beispiele

  • Ich darf hier parken. (Erlaubnis)
  • Er darf das nicht tun. (Verbot)

In der Umgangssprache wird das Hauptverb manchmal weggelassen, wenn es aus dem Kontext klar ist:

  • Darf ich? (= Darf ich das tun?)
  • Du darfst! (= Du darfst es tun!)

Formen von dürfen

Die Formen von dürfen sind relativ einfach. Nachfolgend finden Sie die konjugierten Formen im Präsens, im Präteritum, dem Konjunktiv 1 für die indirekte Rede und dem Konjunktiv 2.

 PräsensPräteritumKonjunktiv 1Konjunktiv 2
ichdarfdurftedürfedürfte
dudarfstdurftestdürfestdürftest
er/sie/esdarfdurftedürfedürfte
wirdürfendurftendürfendürften
ihrdürftdurftetdürfetdürftet
sie/Siedürfendurftendürfendürften

Im Perfekt und Plusquamperfekt steht das Modalverb im Infinitiv. Es kann in seltenen Fällen jedoch auch ein eigenes Partizip 2 (gedurft) bilden.

Beispiele

  • Präsens: Ich darf heute länger wach bleiben.
  • Präteritum: Ich durfte gestern länger wach bleiben.
  • Perfekt: Ich habe länger wach bleiben dürfen.
  • Plusquamperfekt: Ich hatte länger wach bleiben dürfen.
  • Futur 1: Ich werde länger wach bleiben dürfen.
  • Futur 2: Ich werde länger wach geblieben sein dürfen.
  • Konjunktiv 1: Mein Vater sagt, ich dürfe länger wach bleiben.

Hier finden Sie weitere Informationen zu haben und werden:

Tipp

Bei dürfen ändert sich im Präsens Singular der Stammvokal. So wird aus ü ein a, im Präteritum steht dagegen ein u, im Konjunktiv 2 allerdings wieder ü.

Beispiele

  • Präsens: Ich darf heute länger wach bleiben. (ü → a)
  • Präteritum: Ich durfte gestern länger wach bleiben. (Umlaut entfällt!)
  • Konjunktiv 2: Ich dürfte länger wach bleiben. (Umlaut kehrt zurück!)

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Der Unterschied zwischen dürfen und können

Dürfen und können beschreiben zwar beide eine Möglichkeit, haben allerdings unterschiedliche Bedeutungen. Dürfen bezieht sich auf eine Erlaubnis oder ein Verbot. Können dagegen drückt aus, dass etwas machbar ist. 

Beispiele

Ich darf schwimmen. (Meine Eltern haben es mir erlaubt.)

Ich kann schwimmen. (Ich habe die Fähigkeit dazu.)

Darf ich das machen? (Habe ich die Erlaubnis?)

Kann ich das machen? (Bin ich dazu fähig?)

Ich darf das nicht. (Es wurde mir verboten.)

Ich kann das nicht. (Ich weiß nicht wie.)

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