Modalverb wollen – Bedeutung, Konjugation, Beispiele
Das Modalverb wollen brauchen Sie, um einen intensiven Wunsch auszusprechen. Auch bei Bitten oder Plänen kann man es benutzen.
Das Wichtigste im Überblick
- Wollen ist ein Modalverb
- Es drückt einen intensiven Wunsch aus
- Es kann problemlos auch als Vollverb genutzt werden
Inhaltsverzeichnis
Das Modalverb sollen im Überblick
Abschnitt 1/4
Wollen ist ein Modalverb, wie sollen, können oder müssen. Es drückt intensive Wünsche, aber auch Pläne, Bitten oder Aufforderungen aus.
Die konjugierte Form des Modalverbs steht meist an zweiter Stelle im Satz, das Vollverb im Infinitiv am Satzende. Diese Konstruktion nennt man Satzklammer.
Beispiele
Wunsch
Ich will ein neues Auto kaufen.
Bitte
Willst Du mir nicht dabei helfen?
Plan
Ich will morgen in den Zoo gehen.
Aufforderung
Ich will, dass das sofort aufhört!
Hier finden Sie weitere Informationen zum Satzbau und zur Satzklammer:
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Formen von wollen
Die Formen von wollen sind relativ einfach. Anschließend finden Sie die konjugierten Formen im Präsens, im Präteritum, im Konjunktiv 1 für die indirekte Rede und im Konjunktiv 2.
| Präsens | Präteritum | Konjunktiv 1 | Konjunktiv 2 | |
|---|---|---|---|---|
| ich | will | wollte | wolle | wollte |
| du | willst | wolltest | wollest | wolltest |
| er / sie / es | will | wollte | wolle | wollte |
| wir | wollen | wollten | wollen | wollten |
| ihr | wollt | wolltet | wollet | wolltet |
| sie / Sie | wollen | wollten | wollen | wollten |
Im Perfekt und Plusquamperfekt steht wollen im Infinitiv. In seltenen Fällen kann es auch ein eigenes Partizip 2: gewollt bilden.
Beispiele
- Präsens: Ich will mehr Zeit für mich haben.
- Präteritum: Ich wollte letztes Jahr mehr Zeit für mich haben.
- Perfekt: Ich habe mehr Zeit für mich haben wollen.
- Plusquamperfekt: Ich hatte mehr Zeit für mich haben wollen.
- Futur 1: Ich werde mehr Zeit für mich haben wollen.
- Futur 2: Ich werde mehr Zeit für mich gehabt haben wollen.
- Konjunktiv 1: Er sagt, er wolle mehr Zeit für sich haben.
Wollen als Vollverb
Ich will das!
Er will nur dein Bestes.
In diesem Zusammenhang bildet „wollen“ auch ein eigenes Partizip 2: „gewollt“.
Beispiele
- Ich habe das Geschenk gewollt.
- Er hat das nie gewollt.
Tipp
Das Partizip 2 gewollt wird vor allem in der gesprochenen Umgangssprache genutzt. In der Literatur steht es normalerweise im Präteritum: Ich wollte das tun.
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Der Unterschied zwischen wollen und möchten
Der Unterschied zwischen wollen und möchten liegt darin, wie intensiv der Wunsch, die Bitte oder der Plan ist.
Beispiele als Wunsch
- Ich will das Spielzeug haben. (Starker Wunsch)
- Ich möchte das Spielzeug haben. (Höflicher, schwächerer Wunsch)
Beispiele als Aufforderung
- Ich will, dass du dein Zimmer aufräumst. (Deutliche Aufforderung, fast ein Befehl)
- Ich möchte, dass du dein Zimmer aufräumst. (Schwächere Aufforderung)
- Räum dein Zimmer auf! (Imperativ, stärkst mögliche Aufforderung)
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