Plural im Deutschen – Erklärungen und Beispiele

Substantive kommen im Singular und Plural vor, auch Einzahl und Mehrzahl genannt. Der Singular kommt zum Einsatz, wenn es die Person oder Sache nur einmal gibt. Beim Plural ist die Person oder Sache mehrmals vorhanden.

Der Singular ist die Grundform eines Substantivs oder Nomens. Den Plural bildet man meist durch eine Änderung am Wort – oft durch eine neue Endung und / oder durch einen Umlaut. Auch Wortarten wie Artikel, Adjektive, Pronomen und Verben werden an das Nomen im Plural angepasst. Der zugehörige bestimmte Artikel im Plural ist die. Der Plural kann aber durch Zahlwörter wie zwei, 30, mehrere oder viele erkennbar sein, die vor dem Substantiv stehen.

Tipp: Für die Bildung des Plurals gibt es im Deutschen keine einheitliche Regel. Deshalb ist es am besten, Nomen von Anfang an immer mit dem Artikel und der Pluralform zu lernen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Plural ist die Mehrzahl im Deutschen
  • Es gibt keine einheitlichen Regeln zur Pluralbildung
  • Der Plural kann auf 7 verscheidene Weisen gebildet werden – je nach Nomen
  • Manche Substantive gibt es nur im Singular oder nur im Plural
Singular Plural

Inhaltsverzeichnis

Hier finden Sie eine Übersicht zur Bildung des Plurals in der deutschen Sprache, mit Erklärungen, Beispielen und Links zu Übungen.

Singular und Plural – kurz erklärt

Singular bedeutet, dass es nur eine Person oder eine Sache gibt. Plural bedeutet, dass es mehrere sind. Alle Nomen haben im Plural den gleichen bestimmten Artikel: die. Ein unbestimmter Artikel fällt im Plural ganz weg.

Hier finden Sie weitere Informationen zu bestimmten und unbestimmten Artikeln:

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Pluralbildung: Endungen und Veränderungen von Substantiven

Im Deutschen gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Plural (die Mehrzahl) von Substantiven zu bilden. Manche bekommen eine typische Pluralendung, andere bleiben im Plural gleich. Manche verändern ihren Vokal durch einen Umlaut, andere nicht. Eine feste Regel dafür gibt es nicht. Trotzdem kann man bestimmte Muster und häufige Endungen erkennen, die wir im Folgenden näher beschreiben.

Ein Substantiv kann in der Mehrzahl folgende Endungen haben:

  • -n: die Blume – die Blumen
  • -en: das Bett – die Betten
  • -er: das Kind – die Kinder
  • -e: der Tisch – die Tische
  • -s: das Foto – die Fotos
  • keine Endung: der Computer – die Computer (im Plural ändert sich nur der Artikel zu die)

Manchmal verändert sich auch ein Vokal im Wortstamm zu einem Umlaut (a → ä, o → ö, u → ü). Oder die Endung ändert sich ganz.

  • das Buch – die Bücher
  • das Museum – die Museen

Hier finden Sie weitere Informationen zu Substantiven:

Pluralendung -n

Die Pluralendung -n ist sehr häufig im Deutschen. Besonders bei femininen Substantiven kommt sie oft vor. Wenn ein Nomen in der Einzahl auf -e, -el oder -er endet, bekommt es im Plural meistens ein -n. Auch einige maskuline oder neutrale Nomen, die im Singular auf -e enden, folgen diesem Muster. Dazu kommen viele Fremdwörter im Femininum, zum Beispiel mit den Endungen -ee oder -ie.

Beispiele

die Adresse – die Adressen
die Blume – die Blumen
die Idee – die Ideen
die Lampe – die Lampen
die Gabel – die Gabeln
die Hose – die Hosen
der Name – die Namen
die Nudel – die Nudeln
die Schwester – die Schwestern
die Studie – die Studien
die Zwiebel – die Zwiebeln

Pluralendung -en

Auch die Pluralendung -en ist sehr häufig im Deutschen, besonders bei femininen Substantiven. Auch viele Fremdwörter aus anderen Sprachen bilden so die Mehrzahl. Die Endung -en steht auch oft bei Nomen, die im Singular keine eigene Endung haben, oder bei Nomen mit bestimmten typischen Endungen. Dazu gehören viele feminine Endungen wie -in, -ung, -heit, -keit, -ion, -ität, -ei, aber auch einige maskuline Nomen mit Endungen wie -or, -et oder -at.

Beispiele

  • die Konditorei – die Konditoreien (-ei)
  • die Architektin – die Architektinnen (-in)
  • die Wahrheit – die Wahrheiten (-heit)
  • die Möglichkeit – die Möglichkeiten (-keit)
  • die Gesellschaft – die Gesellschaften (-schaft)
  • die Rechnung – die Rechnungen (-ung)
  • die Aktion – die Aktionen (-ion)
  • die Universität – die Universitäten (-ität)
  • der Diplomat – die Diplomaten (-at)
  • der Athlet – die Athleten (-et)
  • der Doktor – die Doktoren (-or)
  • das Thema – die Themen (Fremdwort ohne Endung)

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Pluralendung -e

Bei der Endung eines Nomens im Plural auf -e kommt manchmal ein Umlaut hinzu, besonders bei einsilbigen Wörtern.

Beispiele

SingularPlural
der Balldie Bälle
der Baumdie Bäume
die Handdie Hände
der Hunddie Hunde
das Jahrdie Jahre
der Schuhdie Schuhe

Pluralendung -er

Diese Form ist typisch für viele einsilbige neutrale Nomen. Oft kommt auch hier ein Umlaut dazu.

Beispiele

SingularPlural
das Buchdie Bücher
das Fahrraddie Fahrräder
das Hausdie Häuser
das Kinddie Kinder
das Wortdie Wörter

Pluralendung -s

Diese Form kommt oft bei Nomen vor, die auf einen Vokal enden, wie -a, -i, -o, -u, -y. Oder auch bei Fremdwörtern, Abkürzungen oder Nachnamen.

Beispiele

Singular Plural
das Auto die Autos
die CD die CDs
das Hobby die Hobbys
der Job die Jobs
die Omi die Omis
der Opa die Opas
die Familie Müller die Müllers
das Sofa die Sofas
das Team die Teams

Pluralbildung durch Umlaute

Oft verändert sich auch ein Vokal im Wort zu einem Umlaut, manchmal kombiniert mit einer neuen Endung, manchmal nur der Vokal:

a → ä

o → ö

u → ü

Weitere Informationen zu Umlauten und Aussprache finden Sie hier:

Keine Änderung im Plural: Nullplural

Einige Nomen sind im Singular und Plural identisch. Diese Form kommt vor allem bei maskulinen und neutralen Nomen mit den Endungen -el, -en oder -er vor. Auch einige neutrale Nomen auf -e gehören dazu. Auch Verkleinerungsformen mit -chen oder -lein haben immer Nullplural.

Bei diesen Substantiven lässt sich nur am Artikel oder einem anderen Begleitwort erkennen, dass es sich um die Mehrzahl handelt, beispielsweise durch Zahlwörter wie zwei, 30, mehrere oder viele, die vor dem Substantiv stehen.

Beispiele

das Brötchen – die Brötchen
das Büchlein – mehrere Büchlein
der Drucker – die Drucker
ein Fehler – vier Fehler
der Koffer – die Koffer
der Lehrer – die Lehrer
das Mädchen – die Mädchen
das Messer – die Messer
der Schlüssel – viele Schlüssel

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Nomen ohne Plural oder ohne Singular

Nicht bei allen Nomen gibt es eine Singular- und eine Pluralform. Einige gibt es nur entweder im Singular oder im Plural.

Beispiele

nur Singular

das Wasser, das Geld, die Milch, das Obst, die Liebe, der Durst, der Lärm

nur Plural

die Eltern, die Leute, die Ferien, die Geschwister, die Kosten

Kongruenz: Wortarten, die an den Numerus angepasst werden

Im Deutschen passen sich mehrere Wortarten im Satz dem Numerus (Singular oder Plural) eines Substantivs an: Artikel, Adjektive, Pronomen – und auch das Verb. Diese Wörter müssen grammatisch mit dem Substantiv übereinstimmen. Man nennt das Kongruenz. Diese Anpassung hilft dabei, die Anzahl und die Funktion eines Substantivs im Satz richtig zu erkennen.

Beispiele

  • Der Hund läuft schnell. – Die Hunde laufen schnell.
  • Im Garten blüht eine gelbe Rose. – Im Garten blühen gelbe Rosen.
  • Dieses Buch gefällt mir. – Diese Bücher gefallen mir.
  • Meine Freundin kommt später. – Meine Freundinnen kommen später.

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