Nomen Verb Verbindungen – Erklärung und Definition
Das Wichtigste im Überblick
- Nomen Verb Verbindungen bestehen aus einem Nomen und einem Verb
- Es handelt sich dabei um feste Kombination
- Sie kommen im Deutschen sehr häufig vor
- Viele Nomen Verb Verbindungen können durch ein Verb ersetzt werden
Inhaltsverzeichnis
Nomen Verb Verbindungen im Überblick
Zusammen haben Nomen und Verben oft eine besondere Bedeutung. Das Nomen trägt dabei die Bedeutung, das Verb hat die grammatikalische Funktion.
Es sind feste Wortverbindungen, die meist Vorgänge ausdrücken, die sich mit einem einzelnen Verb nicht so präzise beschreiben lassen. Außerdem ist die Bedeutung oft nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinne zu verstehen.
Beispiel
Mir platzt der Kragen.
Einem platzt nicht wirklich der Kragen. Es ist ein Sinnbild dafür, dass man wütend wird.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Substantiven und Verben:
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Beispiele häufiger Nomen Verb Verbindungen
Man unterscheidet zwischen Nomen-Verb-Verbindungen, deren Bedeutung in der Wortfamilie liegt und deren Bedeutung nicht in der Wortfamilie liegt. Bei ersteren sind sich Nomen-Verb-Verbindung und das gleichbedeutende Verb sehr ähnlich. Bei zweiteren dagegen unterscheiden sie sich deutlich.
Tipp
Eine Wortfamilie ist eine Gruppe verwandter Wörter, die den gleichen Wortstamm haben, aus dem sie sich im Lauf der Zeit entwickelt haben.
Verbindungen mit Bedeutung in der Wortfamilie
| Nomen Verb Verbindung | Verb |
|---|---|
| ein Angebot machen | anbieten |
| einen Beitrag leisten | beitragen |
| Einfluss nehmen | beeinflussen |
| eine Frage stellen | fragen |
| sich Gedanken machen | nachdenken |
| Interesse wecken | sich interessieren für |
| Kritik üben | kritisieren |
| sich Mühe geben | sich bemühen |
| zur Sprache bringen | ansprechen |
| Zweifel haben an | bezweifeln |
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Verbindungen mit Bedeutung nicht in der Wortfamilie
| Nomen Verb Verbindung | Verb |
|---|---|
| einen Beruf ausüben | arbeiten |
| Bescheid geben | informieren |
| in Frage stellen | bezweifeln |
| ein Gespräch führen | sich unterhalten |
| in Kauf nehmen | akzeptieren |
| die Kosten tragen | bezahlen |
| eine Rolle spielen | wichtig sein |
| aus dem Weg gehen | (ver)meiden |
Verbindungen mit übertragener Bedeutung
Verbindungen mit übertragener Bedeutung sind feste Kombinationen, ähnlich einer Redewendung oder einem Sprichwort, deren Bedeutung sich nicht direkt aus den einzelnen Wörtern ergibt. Am besten lernen Sie diese einfach auswendig.
| Nomen Verb Verbindung | Verb |
|---|---|
| der Groschen ist gefallen | etwas verstanden haben |
| etwas in Angriff nehmen | mit etwas anfangen |
| jemandem unter die Arme greifen | jemandem helfen |
| jemandem die Stirn bieten | sich gegen jemanden stellen |
| jemandem einen Strich durch die Rechnung machen | etwas verhindern |
| etwas aufs Spiel setzen | riskieren |
| unter Druck stehen | gestresst sein |
Die Grammatik hinter Nomen Verb Verbindungen
Nomen-Verb-Verbindungen bestehen aus einem Nomen (Substantiv) und einem konjugierten Verb. Die Deklination und Konjugation hängen von folgenden Faktoren ab:
Deklination des Nomens
Das Nomen wird in einem der vier Fälle dekliniert. Meist steht es im Dativ oder Akkusativ und einem bestimmten Artikel.
Beispiele
- Er hat eine Entscheidung getroffen. (Akkusativ: „die Entscheidung“)
- Sie geht mir aus dem Weg. (Dativ: „dem Weg“)
Konjugation des Verbs
Das Verb wird wie ein normales Verb in den entsprechenden Zeitformen konjugiert. Das gilt übrigens auch für den Modus. Im Präsens, Präteritum, Perfekt und Präsens Passiv sieht das dann folgendermaßen aus:
Präsens
Sie stellt mir eine Frage.
Präsens Passiv
Mir wird eine Frage gestellt.
Präteritum
Sie stellte mir eine Frage.
Perfekt
Sie hat mir eine Frage gestellt.
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