Modalverben im Präteritum – Konjugation, Erklärung, Beispiele

Die Modalverben können, sollen, wollen, müssen, dürfen, mögen bilden eigene Formen im Präteritum. Achtung! Sie verlieren dabei den Umlaut. Beispiel: können → ich konnte

Das Wichtigste im Überblick

  • Modalverben bilden im Präteritum eigene Formen
  • Sie verlieren dabei ihren Umlaut
  • Die Formen für ich sind: konnte, sollte, wollte, musste, durfte, mochte

Inhaltsverzeichnis

Modalverben im Präteritum im Überblick

Modalverben können auch im Präteritum verwendet werden. Sie bilden eigene Formen, die dem Infinitiv sehr ähnlich sind. 

Überblick

  • können: konnte
  • sollen: sollte
  • dürfen: durfte
  • müssen: musste
  • wollen: wollte
  • mögen: mochte

Hier finden Sie weitere Informationen zu Modalverben im Präsens:

Kurze Wiederholung der Modalverben

Es gibt drei Arten von Verben in der deutschen Sprache: Hilfsverben, Vollverben und Modalverben. Modalverben stehen meistens nicht alleine im Satz, sondern geben einem Vollverb eine intensivere Bedeutung. Die Bedeutungen sind:

  
dürfenErlaubnis/Verbot
könnenFähigkeit/Talent
möchtenHöflicher Wunsch
müssenZwang/Notwendigkeit
sollenEmpfehlung/Ratschlag
wollenIntensiver Wunsch

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Tipp

Das Verb mögen wird häufig als Vollverb ohne zweites Verb verwendet.

Formen der Modalverben im Präteritum

Die Endungen der Modalverben im Präteritum unterscheiden sich nicht von den Endungen anderer Verben. Im Vergleich zum Präsens verlieren sie im Präteritum allerdings ihren Umlaut!

Im Präteritum konjugieren wir die Modalverben wie folgt:

 könnenmüssendürfen
ichkonntemusstedurfte
dukonntestmusstestdurftest
er/sie/eskonntemusstedurfte
wirkonntenmusstendurften
ihrkonntetmusstetdurftet
sie/Siekonntenmusstendurften
 wollensollenmögen
ichwolltesolltemochte
duwolltestsolltestmochtest
er/sie/eswolltesolltemochte
wirwolltensolltenmochten
ihrwolltetsolltetmochtet
sie/Siewolltensolltenmochten

Tipp

Als Eselsbrücke können Sie sich merken: Modalverb - Umlaut + Endung.

Beispiel

können - Umlaut + te = konnte

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Satzbau mit Modalverben im Präteritum

Der Satzbau mit Modalverben im Präteritum unterscheidet sich nicht von dem im Präsens. Sie stehen im Hauptsatz an zweiter Stelle, in Nebensätzen rücken sie ans Satzende und bei Fragesätzen findet man sie ganz am Anfang. Sie begleiten meistens ein zweites Verb im Infinitiv, das am Satzende steht.

Beispiele im Hauptsatz

Ich konnte das Auto nicht starten.
Sie musste gestern lange arbeiten.
Wir durften den Raum nicht betreten.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Satzbau und Hauptsätzen:

Beispiele im Nebensatz

Ich kam zu spät zur Arbeit, weil ich das Auto nicht starten konnte.
Sie ging noch spazieren, obwohl sie lange arbeiten musste.
Es gab kein Schild, dass wir den Raum nicht betreten durften.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Nebensätzen:

In Fragesätzen rutscht das Modalverb an die erste Position, gefolgt vom Subjekt. Das zweite Verb im Infinitiv bleibt am Ende des Satzes.

Beispiele in Fragen

Konntest du das Auto starten?
Musstest du gestern lange arbeiten?
Durftet ihr den Raum betreten?

Hier finden Sie weitere Informationen zu Fragesätzen:

In manchen Fällen können Modalverben auch als Vollverb eingesetzt werden.

Beispiel als Vollverb

  • Ich konnte das einfach nicht.

Tipp

Auch bei Modalverben im Präteritum kommt es zu einer Satzklammer. Das Modalverb steht zu Beginn des Satzes, der Infinitiv am Satzende. Der Satz wird quasi durch die beiden Verben „eingeklammert“.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Satzklammer:

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