Verb kommen – Bedeutung, Konjugation, Beispiele

Kommen ist eines der vielseitigsten Verben im Deutschen. Es kann mit vielen verschiedenen Präpositionen stehen: Je nach Präposition verändert sich die Bedeutung. Beispiele: kommen von, kommen aus.

Das Wichtigste im Überblick

  • Kommen ist eines der vielseitigsten Verben im Deutschen
  • Es kann mit vielen verschiedenen Präpositionen stehen
  • Kommen bildet auch etliche trennbare Verben

Inhaltsverzeichnis

Kommen im Überblick

Kommen kann viele verschiedene Bedeutungen haben – je nachdem, ob es alleine, als Verb mit Präposition oder als trennbares Verb oder als nicht trennbares Verb verwendet wird. Die Grundbedeutung, also nur das Verb kommen, ist, dass sich jemand in Richtung eines Ortes oder Ziels bewegt.

Sehr häufig wird kommen auch im Imperativ genutzt, also als Aufforderung, sich zu bewegen.

Beispiele

Mit Präposition

Ich komme nach Hause.

Trennbares Verb

Ich komme heute Abend an.

Nicht trennbares Verb

Ich bekomme morgen Post.

Imperativ

Komm jetzt endlich!

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Die Formen von kommen

Das Verb kommen ist ein unregelmäßiges Verb. Das bedeutet, die Formen weichen von der Standardbildung ab. Sie lauten folgendermaßen:

Präsens Präteritum Perfekt Plusquamperfekt
ich komme ich kam ich bin gekommen ich war gekommen
du kommst du kamst du bist gekommen du warst gekommen
er/sie/es kommt er/sie/es kam er/sie/es ist gekommen er/sie/es war gekommen
wir kommen wir kamen wir sind gekommen wir waren gekommen
ihr kommt ihr kamt ihr seid gekommen ihr wart gekommen
sie/Sie kommen sie/Sie kamen sie/Sie sind gekommen sie/Sie waren gekommen
Futur 1Futur 2Konjunktiv 1Konjunktiv 2
ich werde kommenich werde gekommen seinich kommeich käme
du wirst kommendu wirst gekommen seindu kommestdu käm(e)st
er/sie/es wird kommener/sie/es wird gekommen seiner/sie/es kommeer/sie/es käme
wir werden kommenwir werden gekommen seinwir kommenwir kämen
ihr werdet kommenihr werdet gekommen seinihr kommetihr kämt
sie/Sie werden kommensie/Sie werden gekommen seinsie/Sie kommensie/Sie kämen

Kommen mit Präpositionen

Steht kommen zusammen mit einer Präposition, verändert es seine Bedeutung. Die Präpositionen erfordern entweder den Dativ oder Akkusativ. Der Genitiv kommt nicht vor.

Nachfolgend finden Sie eine Liste von kommen mit verschiedenen Präpositionen, inklusive Beispielen.

  • kommen an: Reihenfolge / Zugang / Kontakt → Du kommst an die Reihe.
  • kommen auf: Idee, Gedanke → Ich komme auf eine Idee.
  • kommen aus: Heimat, Herkunftsort → Ich komme aus Deutschland.
  • kommen durch: Mittel / Ursache → Wir sind nur durch Glück weitergekommen.
  • kommen in: einen Ort erreichen → Er kommt in die Schule.
  • kommen nach: Ziel einer Bewegung → Ich komme nach Berlin. (die meisten Städte/Länder stehen ohne Artikel)
  • kommen von: vorheriger Aufenthaltsort → Ich komme von der Arbeit.
  • kommen zu: teilnehmen, verursachen → Kommst du zur Party?
  • kommen über: etwas überwinden → Sie ist nicht über den Verlust gekommen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Verben mit Dativ und Verben mit Akkusativ:

Der Unterschied zwischen kommen von und kommen aus

Der Unterschied zwischen kommen von und kommen aus ist wichtig zu verstehen. 

Am deutlichsten wird der Unterschied an einem Beispiel.

  • Ich komme aus Prag. → Ich bin in Prag geboren. Es ist meine Heimatstadt.
  • Ich komme von Prag. → Ich bin jetzt nicht mehr in Prag, war aber bis vor Kurzem dort. Also: „Wo warst du im Urlaub?“ – „Ich habe eine Europareise gemacht. Zuerst war ich in Wien, dann in Berlin und jetzt komme ich von Prag.“

Tipp

 Zusammenfassung:

  • aus = Herkunft / Heimat
  • von = letzter Aufenthaltsort oder Station (z. B. auf Reisen)

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Trennbare Verben -kommen

Kommen kann eine Vielzahl trennbarer Verben bilden, die alle eine abgewandelte Form der Grundbedeutung haben. Manchmal hat ein trennbares Verb auch zwei verschiedene Bedeutungen.

  • Ankommen: an einem Ort eintreffen → Der Zug kommt um 18 Uhr an.
  • Aufkommen: entstehen, auftauchen → Es kam ein Sturm auf.
  • Auskommen: genug haben → Ich komme mit meinem Geld gut aus.
  • Durchkommen:  etwas schaffen → Er kam gut durch den Verkehr.
  • Entgegenkommen: entgegenfahren / helfen → Sie kam mir auf halber Strecke entgegen.
  • Mitkommen: begleiten, dabei sein → Kommst du heute Abend mit?
  • Nachkommen: später folgen → Ich komme etwas später nach.
  • Vorbeikommen: kurz besuchen → Komm doch später mal vorbei!
  • Weiterkommen: Fortschritte machen → Er kommt im Kurs gut weiter.
  • Zurückkommen: wiederkehren → Wann kommst du aus dem Urlaub zurück?
  • Zurechtkommen: etwas schaffen → Kommst du mit dem neuen Job zurecht?
  • Zusammenkommen: sich treffen / sich ansammeln → Wir kommen um 18 Uhr am Bahnhof zusammen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu trennbaren Verben:

Nicht trennbare Verben -kommen

Kommen kann mit unterschiedlichen nicht trennbaren Präfixen kombiniert werden. Hier sind einige Beispiele:

  • bekommen: etwas erhalten --> Wir bekommen eine Postkarte.
  • entkommen: fliehen --> Er entkommt der Strafe.
  • überkommen: etwas plötzlich fühlen --> Uns überkommt das ungute Gefühl, länger keinen Strom zu haben.
  • verkommen: sich nicht um etwas kümmern --> Die Blumen im Garten verkommen leider.

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