Author Archives: Julia Jurisch

Richtung Westen, was tun?

Hallo zusammen,

mit “trendigen Gegenden in Berlin” meint man häufig die Bezirke Kreuzberg oder Neukölln, die beide im Osten liegen. Doch wenn ihr woandershin ausgehen möchtet, dann schaut mal Richtung Westen. In der Nähe der DeutschAkademie am Wittenbergplatz findet ihr oben auf dem Bikini Berlinhaus eine der coolsten Rooftop-Bars in der Stadt, die Monkey Bar. An diesem Samstag war ich auch da und hier ist mein Erfahrungsbericht.

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Bikini Berlin, 2016 © Julia Jurisch

Die Bar läßt sich ein bisschen schwer finden, denn man muss durch das 25hours Hotel Bikini Berlin reinkommen. Im Foyer ist man sofort stark beeindruckt von der außergewöhnlichen Installation: ein kleines englisches Auto in der Mitte des Raums, drei Räder aufgehängt an der Decke, und raumhohe Wandbilder – alle Elemente passen merkwürdigerweise zusammen.

25hours Hotel Bikini Berlin, 2016 © Julia Jurisch

Das Konzept der Bar in der zehnten Etage ist eine Mischung von Industriedesign und Dschungel mit einem tollen Ausblick auf die Stadt. Bei gutem Wetter kann man auf der Dachterrasse sitzen und die Stadtsilhouette genießen, aber man muss früh kommen, um einen Platz zu kriegen. Um sechs ist die Bar normalerweise schon voll und man kann stundenlang in der Warteschlange stehen.

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Dachterrasse der Monkey Bar, 2016 © Julia Jurisch

Berlin bei Nacht von der Monkey Bar, 2016 © Julia Jurisch

Berlin bei Nacht von der Monkey Bar, 2016 © Julia Jurisch

Mir hat besonders das Ambiente gefallen, das durch die Musik, das Stimmengewirr und den atemberaubenden Ausblick entsteht. Zwar ist Ostberlin cool, aber das West ist es auch.

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Berlin bei Nacht von der Dachterrasse, 2016 © Julia Jurisch

Viele Grüße,

Julia

Weil wir Deutsch lieben

„Deutsche Sprache, schwere Sprache”, sagt man. Bis zum heutigen Tag hat niemand die Schwierigkeiten beim Deutschlernen besser als der amerikanische Schriftsteller Mark Twain beschrieben. In seinem berühmten Aufsatz “Die schreckliche deutsche Sprache” schrieb er in einer humorvoll-ironischen Weise, es hätte sicher keine andere Sprache gegeben, die so unordentlich und unsystematisch daherkommt, und sich daher jedem Zugriff entzieht.

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Das war eine ganze Menge Arbeit ;)

Trotzdem war Twain zweifellos verliebt in die Sprache, denn er hat sich mehr als dreißig Jahre zum Deutschlernen verpflichtet und zahlreiche Werke über Deutsch geschrieben. Wenn ihr wie Twain eine Hassliebe zur deutschen Sprache habt, dann habe ich ein paar schöne Projekte die euch den Spaß beim Deutschlernen wiederbringen.

#100DaysofGermanWords ist ein kreatives Projekt von Federico Prandi, der jeden Tag ein neues deutsches Wort erfindet. Die Worte findet man auf Twitter unter demselben Hashtag. Wenn ihr Lust und Ideen habt, könnt ihr auch eure Worte vorschlagen.

Moin, Grüezi, Servus bei diesem Projekt von Spiegel Online kann man seine Alltagssprache mit Hilfe von 24 Begriffen testen und seine “sprachliche Heimat in Deutschland” finden.

Sprachnudel sammelt alle Worte (Umgangssprache), die nicht im Duden gefunden werden können. Hier findet man auch Wörterbücher mit verschiedenen deutschen Dialekten.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Deutschlernen ;)

PS. Mark Twain’s vollständiges Manuskript über „die Schrecken der deutschen Sprache” könnt ihr online lesen.

Viele Grüße

Julia

Das isst Berlin

Hallo zusammen,

seit es frühlingshaft warm draußen ist, ist die Zeit gekommen, Berlin auf die beste Art und Weise kennenzulernen – Berliner Streetfood. Dadurch entdeckt man den kulturellen Reichtum Berlins: die Geschmäcker aus aller Welt. Es gibt aber immer noch ein paar Klassiker.

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Berliner Currywurst

Der erste sind natürlich Würstchen, vor allem die Berliner Currywurst. Laut verschiedenen Quellen, begann die Geschichte der Currywurst 1949 bei dem Imbissstand der Gastronomin Herta Heuwer aus Berlin. Die typische Currywurstsauce wurde im September 1949 erfunden und zur gebratenen Wurst als “Berliner Spezialität” in ihrem Imbissstand Kantstraße 101 serviert. Heute gibt es statt des Imbisses eine Gedenktafel zu Ehren Herta Heuwers. Mir hat die Currywurst am Anfang nicht gefallen, und es dauerte einige Zeit, bis ich mich an ihren Geschmack gewöhnt habe.

Döner

Berliner Döner © Julia Jurisch

Das zweite ebenso beliebte Imbissgericht ist Döner. Es ist ungewiss, wann genau der Döner nach Deutschland gekommen ist. Nach den bekanntesten Legenden wurde der erste Döner-Imbiss in den 1970er Jahren in Berlin entweder am Kottbusser Damm oder am Bahnhof Zoo eröffnet. Die Berliner Variante des Döners im Fladenbrot ist besonders und unterschiedet sich von der türkischen vor allem durch die Zugabe von Salat, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, und Weiß- und Rotkohl. Die oft verwendeten Saucen wie “Kräuter“, “Knoblauch” und “Curry“, laut Wikipedia, seien in traditioneller türkischer Küche auch nicht üblich.

Die dritte Art von Imbissgerichten, die in den letzten Jahrzehnten so sehr an Popularität gewonnen hat, ist der Burger. Dieses aus den USA stammende Gericht kann man in verschiedenen Formen in Berlin entdecken. Mein persönlicher Favorit, in ganz klassischer Variante, wird beim Burgermeister in der Oberbaumstraße 8 in Kreuzberg serviert.

Falls ihr auf was ungewöhnliches steht, dann könnt ihr die neuen Berliner Spezialitäten auf den Street-Food-Märkten kosten. Die finden überall in Berlin statt. Ein paar Möglichkeiten gibt es auf dieser Website.

Wenn ihr auch bei DeutschAkademie am Standort Wittenbergplatz studiert, dann findet ihr einen Street-Food-Markt am Dienstag und Donnerstag.

Habt ihr noch weitere Tipps?

Viele Grüße

Julia

Der Die Das

Eine der schwierigsten Sachen für mich in Deutsch sind die bestimmten Artikel: Der, Die, Das. Zwar gibt es ein paar Regeln dazu (z.B. die Worte, die mit -chen enden, sind in der Regel neutral nämlich Das), aber im Allgemeinen muss man die Artikel einfach auswendig lernen. Grundsätzlich ist es wirklich am hilfreichsten, alle Wörter mit dem Artikel zu lernen.

Natürlich lernt man manche Dinge durch die Praxis, aber wenn ihr eure Kenntnisse mit bestimmten Methoden verbessern möchtet, dann kann ich euch folgende zwei Lerntricks empfehlen. Die funktionieren sehr gut für mich:

  1. Lernen bei Spielen.

    Die DerDieDas App

    Beispiel: Die DerDieDas App

Immer wenn ich ein paar Minuten frei habe, öffne ich die App auf meinem Handy und spiele das DerDieDas Spiel. Damit lerne ich ein paar neue Worte mit Artikeln und übe auch mein Gedächtnis. Ganz einfach und macht mir immer viel Spaß.

2. Visualisierung

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Mit den Farben markieren

Diese Methode habe ich bei der DeutschAkademie gelernt. Dazu braucht man drei Farbstiften oder Kulis. Jede Farbe symbolisiert einen Artikeln: z.B. Blau ist Der (männlich), Rot ist Die (weiblich) und grün ist Das (neutral). Dann, jedes Mal wenn ihr was schreibt, markiert alle Nomen mit passender Farbe. Mit dieser Technik wird unser assoziatives Gedächtnis aktiviert und dadurch lernt man auch mühelos.

Kennt ihr noch andere Tricks? Dann schreib sie in den Kommentaren.

Viele Grüße

Julia

Wie funktioniert es?

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch gern meine Erfahrungen bei der DeutschAkademie mitteilen. Zum ersten Mal habe ich über die Akademie online erfahren, als ich nach Sprachschulen in Berlin gesucht habe. Es hat mir sofort gefallen, dass es viele positive Bewertungen von ehemaligen Studenten gab. Der Standort am Wittenbergplatz und die Unterrichtsstunden morgens passten mir sehr.

Ich habe dann einen Termin arrangiert, um meine Deutschkenntnisse zu testen. Alles hat gut geklappt und dann habe ich Anfang März einen intensiven B2.2-Niveau Kurs bei der DeutschAkademie begonnen. Über vier Wochen hatte ich täglich drei Stunden Unterricht. Der Kurs war wirklich intensiv, denn wir haben täglich viele Hausaufgaben bekommen.

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Unsere Gruppe (März 2016) © Julia Jurisch

In meinem Kurs waren nur zehn Leute, und die Gruppe war ganz gemischt: Tunesien, Südkorea, Schottland, Italien, Albanien, Mazedonien, China, Taiwan, Brasilien und ich aus Kasachstan. Im Rahmen des Kurses haben wir sowohl zusammen als auch individuell gearbeitet. Jeden Tag haben wir mit einem Wort oder einer Redewendung des Tages begonnen und so haben wir viele übliche Ausdrücke gelernt. Diese Technik kann ich euch auch empfehlen, wenn ihr euren Wortschatz aufbauen wollt.

Nach dem Kurs kann man eine Teilnahmebestätigung bekommen, aber für das Zertifikat Deutsch muss man sich für eine Prüfung anmelden. Da ich den TestDaF machen möchte, habe ich mich entschieden weiter zu lernen und nun mache ich einen C1.1 Kurs.

Fortsetzung folgt… ;)

Viele Grüße

Julia

Mein erster Blog auf Deutsch

Hallo zusammen,

JuliaJurisch

Julia Jurisch, Blogerin

mein Name ist Julia und ich komme aus Almaty, Kasachstan. Ich bin Marketing- und Kommunikationsspezialistin von Beruf und als Hobby mache ich gern Kurzfilme und bereise die Welt. Seit November 2015 wohne ich in Berlin. In diesem Monat wurde ich ausgewählt, um für den DeutschAkademie-Blog zu schreiben.

Im Moment mache ich einen intensiven C1.1-Niveau Kurs bei der DeutschAkademie. Im März habe ich schon einen B2.2-Niveau Sprachkurs bei der Akademie erfolgreich beendet. Lernen mit der Gruppe ist sehr hilfreich, weil wir uns im Unterricht nur auf Deutsch unterhalten, viele praktische Dinge lernen und einander motivieren. Außerdem, lernen wir voneinander über das Alltagsleben und erkunden die Stadt zusammen.

Das Leben in Deutschland ist natürlich anders als in Kasachstan. Von der Arbeitszeit, zu den kulturellen Normen bis zu dem Essen, ist alles ganz andersartig. Bevor ich nach Deutschland umgezogen bin, wusste ich gar nicht, dass man sein Foto in seinen Lebenslauf stellen muss. Oder dass in einigen deutschen Regionen mit “Berliner” nicht nur die Bürger Berlins, sondern auch ein süßes Gebäck gemeint ist ;)

Wenn ihr euch für Tipps zum Deutschlernen und Leben in Berlin interessiert, denn folgt mir auf diesem Blog. Ich würde sehr gern neue Freunde finden und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Fortsetzung folgt…

Viele Grüße

Julia @JuliaJurisch