Ⅱ Frühstück

Mein zweiter Tag in München war Sonntag. Wegen des Jetlags bin ich erst um 10 Uhr aufgestanden. Es regnete draußen und der Himmel bewölkte sich. In diesem Moment war ich plötzlich bewusst, dass ich mich in einer fremden Umgebung befand. Ein Heimweh befiel mich.

Meine trübe Laune wurde von meiner netten Gastgeberin verdrängt. Mit einem heiteren Lachen fragte sie mich, ob ich mit ihr und ihrem Mann zusammen frühstücken wollte.

Sehr gerne!

Auf dem Tisch lagen verschiedenen Brote, Würste und Käse. Ich mag am besten Croissant und Brezel. Darüber hinaus fand ich sehr interessant, dass man in Deutschland mit Pfeffer Eier isst. Bei uns in China passen die gekochten Eier zu Sojasauce.

Yiwei

Deutsche Redewendungen

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!“ Und schon ist diese Blogreihe zum Schluss gekommen. Es war mir eine Ehre hier schreiben zu dürfen. Die DeutschAkademie zu besuchen macht mir immer Spaß. Ich habe neue tolle Leute kennengelernt, viele Informationen bekommen und fühle mich ein Stuck näher an meinem Deutschziel.

Natürlich kann man noch „Deutscher“ klingen, indem man die üblichen Redewendungen kennt, die meist voll mit „Wurst und Schwein“ sind.  Habt ihr schonmal sowas gehört?

  • Kein Schwein war da. (Niemand war da)
  • Du armes Würstchen. (Du Armer)
  • Ich habe Schwein gehabt! (Glück gehabt)
  • Das ist mir Wurst. (Ist mir egal)
  • Ich habe ein Schweinegeld verdient. (viel Geld verdient)
  • Sicher, und Schweinen können fliegen! (Unsinn)
  • Es ist schweinekalt! (Sehr kalt)
  • Hör auf, die beleidigte Leberwurst zu spielen! (Reg dich über unwichtige Sachen nicht auf)
  • Ich habe meinen inneren Schweinehund überwinden. (eigene Schwächen überwinden)
  • Es geht um die Wurst. (Es ist sehr wichtig)
  • Ich glaube mein Schwein pfeift! (Unsinn)

Die Deutschen scheinen es zu mögen, unerwartete Wörter in den Redewendungen zu verwenden.

  • Ich verstehe nur Bahnhof. (Ich verstehe nichts)
  • Du Glückspilz!
  • Alles in Butter. (Alles in Ordnung)
  • Mit mir ist nicht gut Kirschen essen. (eine Verkürzung von “Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen, sie spucken einem die Steine ins Gesicht.”)
  • Du grinst wie ein Honigkuchenpferd! (du freust dich sehr)
  • Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt. (sehr erstaunt sein)
  • Auf dem Holzweg sein. (sich irren)
  • Die eierlegende Wollmilchsau. (wenn etwas oder eine Person alles kann oder nur Vorteile hat)
  • Wenn man „Du bist vielleicht ein Würstchen“ zu Kindern sagt, dann meint man damit, dass sie frech sind.

Und jetzt werde ich euch eine Extrawurst braten mit diesem alten Sprichwort: „Viel lesen und nicht durchschauen ist viel essen und nicht verdauen.“

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Deutschlernen und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Iméne

Ⅰ Vorstellung

Hallo!

Ich heiße Wang Yiwei und ich komme aus China. Seit September 2017 lerne ich Deutsch an der Peking Universität. Während des zweijährigen Studiums fehlt mir genügend Gelegenheit, die deutsche Sprache praktisch zu üben. Deshalb bin ich in diesen Sommerferien nach München geflogen, um mein Deutsch zu verbessern und Deutschland kennenzulernen.

Mein erster Tag bei der DeutschAkademie war sehr schön. Der Lehrer ist sehr lustig und meine Mitschüler und Mitschülerinnen sind sehr motiviert. Wir stellten viele Fragen und diskutierten über den Unterschied zwischen verschiedenen Kulturen. Bis jetzt bin ich sehr stolz darauf, dass ich die Sprachkurse bei der DeutschAkademie wähle. Hier kann ich nicht nur mehrere Sprachkenntnisse erwerben, sondern auch eine interkulturelle Umgebung erfahren.

Yiwei

Wie findet man Konversationspartner? – Bester Konversationskurs bei der DeutschAkademie

München ist eine wunderschöne Stadt, die von Ordnung, Ruhe und Kunst geprägt ist. Hier kann man stundenlang die Natur genießen und Tiere als freiwillige Begleiter haben. Was jedoch nicht einfach ist, sind Menschen zu finden, die die Zeit oder Lust darauf haben, mit uns zu reden.

Natürlich kann man sich an das Internet wenden. Aber Schreiben und Reden sind zwei verschiedene Sachen. Aus diesem Grund werde ich heute eine Liste von Orten erstellen, wo man Konversationspartner finden kann.

  • Konversationskurse:

Die DeutschAkademie bietet die besten Konversationskurse, die ich je besucht habe. Ich habe selten beim Lernen so viel Spaß gehabt. Die lustigen Spiele und die positive Stimmung haben Wunder für mein Sprechen bewirkt. Es gibt auch einen Konversationsclub, der jeden Freitag stattfindet.

  • In Geschäften nach Beratung fragen:

Wer kann uns helfen, als jemand der bezahlt ist, um mit uns zu reden? Seid nicht schüchtern und sucht ruhig ein(e) Verkäufer(in), die euch ihre Ratschläge geben wird. Welche Kleidungen sollt ihr wählen? Welche Bücher in der Bücherei werden die Kinder lustig finden? Welches Parfüm passt zu eurem Stil? Wollt ihr nicht Kosmetik probieren und wissen welche zu eurer Haut passt? Ihr solltet von jeder Gelegenheit gebrauch machen… Nur wenn ihr tatsächlich etwas kaufen wollt natürlich…

  • Debattierclub:

Die Teilnahme ist kostenlos und jeder kann mitmachen. Hier lernt man eine Debatte zu führen, Argumente aufzubauen und richtig zuzuhören. Das ist für die C1 und C2 Niveaus besonders geeignet. Lasst euch von dem Konzept nicht erschrecken, da die Kunst der Debatte gelernt werden kann. In dem Club bekommt ihr dafür Hilfe.

  • Wohltätigkeit üben:

Es gibt viele Vereine und Stiftungen in München, die Unterstützung brauchen. Dabei kann man gleichzeitig den Bedürftigen helfen und viel kommunizieren. Die Diakonie verteilt Kleidungen und nötige Kosmetik-Produkte für den Alltag. Man kann sich vorher im Internet anmelden und ein paar Stunden mit anderen Freiwilligen verbringen. Ihr könnt auch alten Leuten beim Einkaufen helfen und mit ihnen diskutieren.

  • Museums-Tours:

Seid ihr an Kunst und Geschichte interessiert? Es gibt mehr als 80 Museen in München! Ihr könnt eine begleitende Tour mit einem Museumsführer/Touristenführer machen und viele Fragen stellen. Alles hier hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen.

  • Escape-Rooms:

Falls ihr lieber hört, wie die Welt untergeht falls ihr das Heilmittel nicht findet, seid ihr bei Escape-Rooms richtig. Ihr könnt in einem Team von bis 6 Leuten unter Druck zusammenarbeiten, um Codes zu knacken, Rätseln zu lösen, Ideen auszutauschen und nach Hinweisen zu fragen. Es ist eine besondere Erfahrung, die ich sehr empfehle.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass ihr Konversationspartner findet und viel Freude beim üben habt. Falls ihr noch Methoden kennt, mehr Sprech-Übung zu sammeln, teilt das uns in den Kommentaren mit!

Viel Spaß!

Imène

C2 Prüfung-Vorbereitung

Hallo Leute!

Wer von euch die Absicht hat, die C2 Prüfung abzulegen, hat möglicherweise bemerkt, dass es sehr wenige Ressourcen dafür gibt. Eine bestandene C2-Prüfung ist erforderlich, um in manchen deutschen Universitäten zu studieren. Deshalb sollte die Vorbereitung sich nicht nur an der Prüfung orientieren, sondern uns auch auf das notwendige Kompetenz-Niveau bringen, das uns erlaubt die Vorlesungen zu verstehen und passende Erläuterungen zu schreiben.

Hier ist mein Plan, um die Chancen zu steigern, das C2-Zertifikat zu bekommen.

  1. Lesen:

Durchschnittlich wird man 4400 Wörter in dem Lesen-Modul der Prüfung lesen müssen. Laut Studien sei die Lesegeschwindigkeit eines Nativsprachlers rund 180 Wörter pro Minute. Das heißt, dass man ungefähr 25 Minuten braucht, nur um den Text zu lesen.

Das Lesen-Modul der Prüfung dauert 80 Minuten. Wir können daraus schließen, dass wir ungefähr 25 Minuten zum Lesen, 20 Minuten zum Antworten und 25 Minuten, um die Antworten zu überprüfen brauchen. Das sind insgesamt 70 Minuten.

Diese Geschwindigkeit reicht dennoch nicht für die Uni. Studenten schaffen es, 250 Wörter pro Minute zu lesen.

Die Themen in der Prüfung sind nicht begrenzt. Die Texte können sich sowohl um die Umwelt als auch um Quantenphysik handeln. Man soll in der Lage sein alles problemlos zu verstehen und die Bedeutung von unbekannten Wörtern richtig zu raten.

Wie kann man Lesen effektiv trainieren?

Es gibt leider keine richtige Alternative zum Lesen (Bücher/Artikel/Blogs). Man sollte so viele Lesestunden sammeln wie es möglich ist (besonders Non-Fiktion: Romane sind nicht so effektiv wie Fachbücher). Es gibt aber eine Methode, um die Geschwindigkeit zu testen und zu erhöhen: Untertitel.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit vom Sprechen ist 160 Wörter. Damit schafft man die Prüfung. Ich empfehle Serien oder Filme auszuwählen, wo die Hauptfiguren viel sprechen. „Elementary“ zum Beispiel ist für das Training sehr geeignet: Scherlock Holmes (der Held) spricht besonders schnell, verwendet komplizierte Wörter und redet über sehr verschiedene Themen, je nach Untersuchung. Man sollte diese Serie entweder ohne Ton oder in einer unbekannten Sprache sehen, so dass man sich völlig auf den Text konzentrieren kann. Wenn man es schafft, alle Untertitel zu lesen und den gesamten Inhalt (Witze, Andeutungen, Wörterspiele, fachliche Wörter) davon direkt zu verstehen, ist man bereit für die Prüfung.

  • Hören:

Um den Hörteil zu bestehen braucht man folgendes:

  • Ausgeprägte Akzente verstehen,
  • Vielfältigen Wortschatz in vielen Bereichen,
  • und ein sehr gutes Gedächtnis.

Um schwere Akzente zu verstehen kann man deutsche Serien oder Filme gucken, da die Schauspieler viele Wörter verschlucken, undeutlich und manchmal leise sprechen. Ich empfehle besonders „Weinberg“ auf Amazon mit Antje Traue und Friedrich Mücke, die sehr gut sind; „Schuld“ auf Netflix und die Filme „Wunderkinder“, „Das Experiment“, „Die Welle“ und „Das Leben der Anderen“.

Um den Wortschatz und die Konzentration zu verbessern, sollte man lange und komplizierte Berichte hören und sich währenddessen Notizen machen. Alles was wichtig ist, sollte geschrieben werden. Man kann trainieren indem man erstmal zuhört und danach eine Zusammenfassung schreibt. Hier sind ein paar interessante Hör-Quellen:

  • Hörbücher. Man findet viele davon auf Amazon und kann sogar sich für einen Monat die Bücher auf Audible kostenlos anhören.
  • Die Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) bietet eine große Menge von Podcasts und Vorlesungen Online. Man kann so tun als ob man sich tatsächlich an der Uni befindet und sich mit verschiedenen Bereichen wie Informatik, Jura, Physiks, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften u.s.w. vertraut machen.
  • Wissenschaftliche Youtube-Kanäle: Clixoom Science & Fiction, Dinge Erklärt – Kurzgesagt, Raumzeit – Vlog der Zukunft, MaiLab… u.s.w.

Vergesst nicht, dass es wichtig ist, es zu schaffen, alle wichtige Punkte am ersten Zuhören zu schreiben. Ihr werdet die Audioaufnahme während der Prüfung nur einmal hören!

  • Schreiben:

Unter diesem Link https://www.klett.gr/media/wysiwyg/dls/Downloadable_MEzG_C2_Lerneraufsaetze_1.pdf findet ihr zwei Muster für den Schreibteil der Prüfung. Eines davon hat die Bedingungen der Prüfung erfüllt, das andere nicht. So könnt ihr euer Niveau mit den zwei Texten vergleichen, um zu wissen wo ihr euch befindet und ob ihr fit für den Test sind.

Was wichtig für das Schreiben ist, sind eine Beherrschung der Grammatik, die Fähigkeit alle Sätze richtig umformulieren zu können, eine gute Kenntnis von Redewendungen und die Abwesenheit der Umgangssprache in eurem Schreiben (also lieber Wörter wie „Leute“, „kriegen“, „Bock“, „Kohle“, „übrigens“ und „Halt“ weglassen).

Um Grammatik gut zu lernen, kann man die Grammatikkurse der Deutschakademie besuchen. Der Inhalt ist auf drei Monaten verteilt und umfasst die gesamte Grammatik von Anfang bis zum Ende.

Struktur, Kohärenz und Form sind immer zu bewahren. Um mehr darüber zu wissen, empfehle ich die Blogbeiträge über die B2-Schreibteil der Prüfung (Teil 1 und 2) zu lesen.

  • Sprechen:

Man hat nur 15 Minuten Zeit, um sich für das Sprechen vorzubereiten. Es ist nicht genug, um Sätze zu schreiben, deshalb sollte man kurze Schlüsselwörter + passende Konnektoren auf dem Blatt schreiben. (Die Konnektoren sind auch während des Vortrags wichtig). Eigentlich sollte man den Sprechteil wie den Schreibteil behandeln, um den Test zu bestehen. Übung macht den Meister.

  • Ressourcen:

Es gibt leider nicht viele Bücher, die sich mit C2 beschäftigen, allerdings kann ich „Erkundungen Deutsch als Fremdsprache C2“, „Fit für‘s Goethe-Zertifikat C2: GDS“ und „mit Erfolg zum Goethe-Zertifikat C2: GDS“ empfehlen.

Ich empfehle außerdem das PDF „10 Typische Fehler, die du bei B2 (C1, C2) Prüfungen nicht machen solltest“ von der Youtuberin „Deutsch mit Marija“, das kostenlos zu bekommen ist.

Das Goethe-Institut stellt zwei Modellsätze zur Verfügung, die man hier findet:

Man muss aber beachten, dass die Modellsätze oft einfacher sind als die echten Prüfungen.

Letztendlich findet ihr am Ende dieses Artikel https://germantakeaways.com/write-good-composition-german/  eine Checkliste, die besonders hilfreich ist, um Fehler im Text zu finden.

So, das war’s für unser Thema heute. Ich wünsche allen, die die Prüfung ablegen werden, viel Glück dabei und natürlich Top-Leistungen!

Imène

Was mir in München am besten gefällt

Hallo Leute, hier ist Imène und heute möchte ich über was mich in München beziehungsweise in Deutschland am meisten beeindruckt hat. Wir ihr schon wisst, komme ich aus Algerien und deshalb merke ich ziemlich große Unterschiede. Hier ist eine kleine Liste davon.

  1. Haustiere

Jeden Tag sehe ich süße Hunde aller Rassen, die ihre Besitzer fröhlich begleiten. Laut dem Zentralverband zoologischer Fachbetriebe gab es 2018 rund 34 Millionen Haustiere in Deutschland. Diese Tiere werden wie Freunde und Familienmitglieder behandelt. In Algerien sind Hunde aber nicht besonders beliebt. Wenn sie doch besessen werden, dient das einem bestimmten Zweck wie der Sicherheit oder der Jagd. Viele Hunde leben auf der Straße und sehen dünn, wild und traurig aus. Sie sterben oft in Verkehrsunfällen ohne beachtet oder vermisst zu werden. Ein paar Algerier mögen es, Katzen zu Hause zu haben, aber es ist nicht mal annähernd wie bei den Deutschen.

Ich finde es auch besonders bewegend, dass ich Tauben, Enten und verschiedene Arten von Tieren in München sehr nah kommen kann, ohne dass sie flüchten. In Algerien wäre das nicht möglich gewesen und das gibt mir das Gefühl, dass die Tiere die Menschen vertrauen und wissen, dass ihn niemand weh tun würde. Das ist einfach toll!

  • Tier- und Naturschutz

Wer schonmal München besucht hat, weiß wie wunderschön grün es ist. Obwohl es eine große Stadt ist, finde ich überall Bäume, Parks und atemraubende Landschaften. Die Deutschen sind meist natur- und umweltfreundlich und versuchen ihres Lebensstils so zu ändern, dass es der Umwelt so wenig wie möglich schadet. Das hat die Geschäfte dazu gebracht, die Menge von Plastiktüten und Verpackungen zu senken. Es gibt übrigens viele aktive Vereine und Stiftungen wie Bund Naturschutz Bayern und WWF die innovativen Lösungen finden, um die Spenden sinnvoll zu verwenden. WWF-Deutschland hat in den letzten Jahren eine Ideenschmiede gegründet, wodurch ein paar Projekte entstanden sind:

  • Gegen Überfischung werden Algorithmen kreiert, die elektromagnetische Signale von Schiffen durch Satelliten sammeln. Damit könnten illegale Fänge nachgewiesen werden.
  • Das Team des Thünen-Kompetenzzentrums in Hamburg hat eine 3-D-Auflichtmikroskopie-Technik erfunden. Damit können sie die Struktur von Holz erkennen und dessen Herkunft festlegen. So haben sie erkannt, dass 40% aller Grillkohle illegal aus Tropenholz hergestellt und dann als europäisches Holz bezeichnet und verkauft werden.

Diese harte Arbeit und konkreten Leistungen sind von den Deutschen belohnt. Die Spenden steigen jedes Jahr weiter.

  • Vegane Produkte

Veganismus ist ein Thema, das zu viel Kontroverse führt. Was aber nicht widerlegbar ist, ist die schlechte Behandlung der Tiere von Bauern und Firmen, die immer mehr produzieren wollen. Es gibt genug Deutsche, die sich gegen den Konsum von Fleisch und Tierprodukten entscheiden, so dass sich die Investition in vegetarische und vegane Produkte für die Geschäfte lohnt.

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, isst jeder Deutsche ungefähr 60 Kg Fleisch pro Jahr- d.h. doppelt so viel wie empfohlen. Das führt zu einer unnötig intensiven landwirtschaftlichen Tierhaltung, die für 14,5% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Es gibt andere Konsequenzen, die genauso schlimm sind: Bodenschäden, Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung durch Ammoniak und Methan (das 90% von Tieren entsteht) u.s.w.

Es ist ein wichtiges Thema und es gefällt mir, dass es mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Laut meiner Erfahrung existiert Tofu z.B. in Algerien nicht. Zumindest habe ich das lang gesucht und nie gefunden.  In München habe ich aber ein paar Restaurants und Imbisse, die sich in Veganem Essen spezialisieren. Mein Favorit ist Erbil’s Restaurant, neben dem Ostbahnhof. Der Chef hat sein eigenes Seitan-Rezept erfunden und es schmeckt himmlisch! Seine Veggie Döner sind bekannt und absolut lecker. Man muss kein Veganer sein, um sie zu genießen.

München ist eine Stadt wo man sich wohlfühlt. Und ich hoffe, dass es weiter so bleibt.

Was gefällt euch am besten in München? Wo esst ihr gern? Teilt uns das in den Kommentaren mit!

Imène

Schreibteil der B2 Prüfung Teil 2/2

Hallo Leute! Hier ist Imène und heute machen wir weiter mit dem Schreibprüfungsteil von Goethe und Telc.

  1. Beschreibung der Aufgaben:

Wie schon vorher erklärt, besteht die Goethe-Schreibprüfung aus zwei Teile: eine Meinungsäußerung und eine kurze Nachricht. Die kurze Nachricht könnte sowohl eine Bitte als auch eine Mitteilung sein. Man muss beide Aufgaben bearbeiten.

In der Telc-Prüfung hat man die Wahl zwischen einer Beschwerde und einer Anfrage und muss nur eins davon bearbeiten.

  • Generelle Tipps für die Vorbereitung:

Wir haben in dem letzten Blogbeitrag die Struktur, die man für den Schreibteil befolgen soll, besprochen. Es ist sehr wichtig, diese Struktur zu beachten, um Punkte nicht unnötig zu verlieren.

  • Im Telc-Schreibteil hat man 30 Minuten, um den Text zu verfassen. Das ist ein bisschen knapp und gibt nicht genug Zeit, um einen Entwurf vom Text zu schreiben. Es ist deshalb sinnvoll nur die Reihenfolge des Inhalts und die Ideen für die Argumente auf den Entwurf zu schreiben. Es ist auch schlau, während des Vorbereitungstrainings sicherzustellen, dass ihr den Text in maximal 20 Minuten schreiben könnt. So habt ihr die Zeit euren Text wieder zu lesen und zu korrigieren.
  • Im Goethe-Schreibteil hat man 50 Minuten für die erste Aufgabe und 25 Minuten für die Zweite. Das ist, meiner Meinung nach, für die 250 erwarteten Wörter sehr viel. Wenn man weiß, dass man mehr Zeit für das Schreiben braucht, sollte man sich für die Goethe-Prüfung entscheiden.
  • Das Buch „Schreibtraining: Deutsch für den Beruf B2“ ist eine sehr interessante Ressource für die Vorbereitung. Damit kann man die Vokabeln, Struktur und gewöhnlichen Sätze für verschiedene Themen wie Bitten, Bewertungen, Vereinbarungen, Reklamationen und alles was man in einer Firma braucht lernen. Es wird uns auch in der B2-Prüfung helfen.
  • Man muss auch daran denken, dass Schreiben und Lesen eng verbunden sind. Man kann das eine durch das andere verbessern. Die Seite DW.com ist dafür eine gute Text-Quelle. Dort findet man nicht nur Artikel über relevante Themen, sondern auch die Audioaufnahmen davon, wichtige Vokabeldefinitionen und Fragen zu dem Text – wie beim Lesenteil der Prüfung. Wenn man mit den Aufgaben fertig ist kann man eine Zusammenfassung vom Text schreiben und so hat man alle Teile der Prüfung trainiert. Praktisch, oder?
  • Nicht vergessen, dass im Internet viele Prüfung-Modellsätze mit Lösungen verfügbar sind.
  • Meinungsäußerung:

Stellen wir uns vor, dass wir unsere Meinung über das Thema „Plastikverpackungen“ äußern sollen (wie im Modellsatz).

  • Einleitung:

Erstmal sollen wir eine Einleitung schreiben. Das ist eine Art zu sagen: das Thema ist wichtig/aktuell/nützlich und erfordert unsere Aufmerksamkeit.

Hier kann man z.B. sagen:

Plastikverpackungen sind überall. In Geschäften, bei uns zu Hause, sogar im Meer und im Wald. Die Geschäfte versuchen nicht umsonst die Menge der Plastikverpackungen zu senken. Das Thema ist für uns alle wichtig.

  • Ideen-Sammlung:

Jetzt müssen wir Ideen zu den verschiedenen Aspekten des Themas sammeln. Eine gute Methode dafür ist eine Grafik zu zeichnen.

Wenn wir über Vor- und Nachteile von Plastiktüten reden sollen, können wir sie trennen, wie in der Blase gezeigt wird.

Außerdem kann man Beispiele, wo es relevant ist, schreiben.

Bei den Fragen über die alltägliche Verwendung von Plastiktüten und über andere Möglichkeiten Lebensmittel zu verpacken ist es vorteilhaft, Beispiele zu geben. 

z.B: Wenn ich in einem Geschäft einkaufen gehe, bring ich entweder meinen eigenen Stoffbeutel mit oder ich kaufe dort eine Papiertüte, statt eine Plastiktüte zu nehmen.

  • Konnektoren:

Nachdem wir Ideen gefunden haben, müssen wie sie zusammenbauen. Ich empfehle die Ideen innerhalb derselben Paragraphen mit Konnektoren zu verknüpfen.

Dafür können wir die folgenden Wörter z.B benutzen:

Zuerst, Danach, Außerdem, Übrigens, Einerseits… anderseits, sowohl …. als auch, u.s.w.

Oder:

Erstens, zweitens, drittens, … u.s.w.

Konkret wird es so aussehen:

Es gibt viele Gründe warum Plastikverpackungen überall massiv verwendet werden. Erstens sind sie sehr vielfältig und besonders billig zu produzieren. So billig, dass die Geschäfte Gemüsetüten kostenlos ausgeben. Zweitens gehören sie zu unseren Gewohnheiten. Plastikverpackungen sind außerdem sehr resistent und können sowohl geringere als auch hohe Temperaturen ertragen. Einerseits sind Plastikverpackungen ziemlich widerstandsfähig, anderseits führt diese widerstandsfähig zu einer sehr langsamen Zersetzung, was der Umwelt schadet.

  • Paragraphen, Konjunktionen und Komplexe Sätze:

Wie ich in dem letzten Eintrag empfohlen habe, ist es besser jeden Punkt in einem einzelnen Paragraphen zu bearbeiten. So verschafft ihr euch einen besseren Überblick und könnt beurteilen ob jeder Punkt gut argumentiert wurde.

Die Sätze sollten so wenig wie möglich mit „Ich“ anfangen. Der Anfang von Paragraphen sollte unbedingt mit Konjunktionen oder Konnektoren geschrieben werden. Eine Liste davon findet ihr in Longua.org in den B2 Schreibaufgaben.

Schließlich sollt ihr nicht vergessen komplexen Sätze zu bauen (Nebensätze, Dativ, Genitiv u.s.w.).

  • Vokabel:

Die Prüfer werden die Vielfältigkeit und die Gemessenheit unseren Wortschatz bewerten.  Die meisten Themen sind aber vom Kursbuch inspiriert und werden sich nicht weit davon entfernen. Um die Chancen zu erhöhen, ein bekanntes Thema zu erhalten, sollte man sich mit dem „Schritte plus“, dem „Themen Aktuell“ oder einem ähnlichen Buch vertraut machen.

Sätze wie: Meiner Meinung nach… Ich glaube/finde, dass…  Ich bin davon überzeugt, dass.. sind perfekt für die Aufgabe.

  • Was kann man tun, falls man keine Ahnung vom Thema hat?

Keine Panik. Falls ihr euch mit dem Thema nicht auskennt, könnt ihr zu ein paar Tricks zugreifen.

Ihr könnt ein bisschen vage schreiben: viel sagen ohne viel Inhalt. Das ist sehr nützlich, weil die Prüfer sich nicht für euer fachliches Wissen interessieren, sondern nur für die Struktur, die Vokabeln, die Präsentation von Argumenten, die Grammatik u.s.w.

Stellen wir vor, ihr wisst überhaupt nichts über Plastikverpackungen. Dann könnt ihr sagen:

Das Plastikverpackung-Thema ist durchaus aktuell und etwas, dass die Gesellschaft beschäftigt.

Es ist offensichtlich, dass Plastikverpackungen überall sind. Woran liegt das? Vielleicht sollten wir in Richtung Firmen beziehungsweise Wirtschaft schauen, oder vielleicht liegt es an den Menschen, deren Konsum steigt. Meiner Meinung nach, ….

Eine andere Möglichkeit wäre Sachen und Fakten zu erfinden.

Professor Muster McMuster hat in seiner Studie entdeckt, dass Haut-Kontakt mit Plastiktüten das Krebs-Risiko deutlich erhöht.

Am Ende könnt ihr einfach eine Note schreiben wo ihr sagt, dass die Fakten erfunden wurden. Hauptsache: ihr schreibt etwas, das glaubwürdig klingt und organisiert die ganze Sache mit Logik und Argumenten.

  • Anfragen:

Die Organisation einer Anfrage ist dieselbe wie bei einer Beschwerde. Nur die Formulierungen ändern sich.

Die Einleitung erklärt wie man die Firma/Angebot gefunden hat und warum es interessant ist.

Auf der Suche nach X bin ich auf Ihre Anzeige/Internetseite/Werbung gestoßen. Da ich …., möchte ich gern mehr Informationen bekommen/benötige ich mehr Informationen.

Es ist nützlich ein paar Sätze zu kennen, mit denen man nach Informationen fragen kann.

Ebenfalls würde ich gern wissen, …

Ich bitte Sie daher um mehr Informationen bezüglich…

Wäre es möglich, …

Was würden Sie mir für …. empfehlen?

Am Ende dankt man dem Empfänger für die zukünftige Informationen.

Im Voraus vielen Dank.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Ich freue mich sehr auf Ihre Vorschläge.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

So, das war es für den Schreibteil der B2-Prüfung. Ich hoffe, dass es nützlich war und freue mich auf ihre Kommentare und Tipps!

Imène

Schreibteil der B2 Prüfung Teil ½ Die Beschwerden

Hallo!

Letztes Mal haben wir die Vorbereitung für den Schreibteil der B1 Prüfung erkunden. Heute beschäftigen wir uns mit der B2 Prüfung. Bevor ich euch meine Tipps gebe, möchte ich erstmal über die Vorbereitung selbst reden.

  • Viele Leute erscheinen zu dem Test, ohne die Modelltests bearbeitet zu haben. Das ist, meiner Meinung nach, ein Fehler. Die Prüfungen sollten nicht unterschätzt werden. Je mehr Modellprüfungen man löst, desto höher sind die Chancen, zu bestehen.
  • Für’s Training kann man sowohl die Goethemodelltests als auch die Telc-Modelltests verwenden. Die beiden ähneln sich und stehen kostenlos zur Verfügung.
  • Es gibt weitere interessanten Seiten, die Schreibvorbereitungsmaterial bieten. Hier sind ein paar davon: http://longua.org/b2.schreiben.aufgabe.1.php (Hier findet man Tipps und 7 neue Schreibübungen und Lösungen für die Goetheprüfung); https://www.dsh-germany.com/_downloads/certificates/telc/pdf/telc-deutsch-b2-tipps-fuer-teilnehmer.pdf (Das PDF besteht nur aus Tipps für die gesamte Telc-Prüfung und zeigt wie die Prüfer das Schreiben bewerten und geben Beispiele dafür).

In der Telc-Prüfung sollte man nach Wahl eine Beschwerde oder eine Anfrage schreiben. In der Goethe-Prüfung äußeren wir uns über ein Thema. Für jede dieser 3 Kategorien werde ich Ratschläge geben. In diesem Eintrag werden wir uns mit Beschwerden beschäftigen.

a) Form:

Erstmal muss man wissen ob die Beschwerde als Brief oder als Email geschrieben werden soll. Falls es sich um einen Brief handelt, muss man das folgende Format beachten:

Absender

Empfänger

Datum

Betreff

Anrede

Hauptteil

Abschiedsformel

Name und Unterschrift

Falls es sich um eine Email handelt, fängt man mit dem Betreff an und verfolgt das oben gezeigte Format (außer Unterschrift).

Achtung: Die Titel wie zb „Betreff“ braucht man nicht schreiben.

b) Struktur und Inhalt:

In dem Test werdet ihr 4 Teilaufgaben haben, wovon Ihr nur 3 bearbeitet musst (oder 2 und eine Teilaufgabe, die ihr euch selbst ausdenkt). Die Struktur für diese Punkte ist immer gleich.

Einleitung

Argumenten (Erwartungen v.s. was tatsächlich passiert ist)

Zusammenfassung

Forderung

Zusätzlich gibt es auch vor der Grußformel einen Satz, der eine Antwort verlangt.

Es ist wichtig, ein paar Grundregeln zu respektieren:

  • Die Sätze so wenig wie möglich mit „Ich“ beginnen.
  • Das Wissen mit komplexen Satzstrukturen zeigen: man sollte Nebensätze, Konjunktionen, Verknüpfungen usw. benutzen.
  • Die Punkte nicht zu knapp bearbeiten (3 Sätze oder mehr pro Punkt wäre am besten)
  • Jeden Punkt in einem getrennten Paragraphen bearbeiten. (Das ist nicht notwendig, aber es bringt mehr Klarheit und erlaubt uns den Inhalt besser zu kontrollieren).

So sieht es praktisch für jeden Teil der Beschwerde aus:

  • Betreff:

Nur einen kurzen nominativen Satz schreiben. z.B: Beschwerde über X.

  • Einleitung:

Das Ziel ist es, das Thema zu präsentieren. „Was, wann, wer, warum?“ Wir können entweder mit den zeitlichen Informationen oder mit den allgemeinen Beschwerden beginnen.

Hiermit möchte ich mich bei Ihnen über … beschweren.

Hiermit möchte ich ein schlechtes Produkt/eine schlechte Dienstleistung/fehlerhafte Information melden.

Hiermit möchte ich mich bei Ihnen über die irrenführende Beschreibung Ihrer Dienstleistungen beschweren.

Am ersten Juni habe ich Ihr Hotel besucht und war von ihren Leistungen besonders enttäuscht.

  • Argumenten:

Je nach dem was von uns verlangt wird, können wir die Erwartungen und Enttäuschungen separat oder zusammen bearbeiten. Ich empfehle es aber, sie zusammenzumischen um es realistischer wirken zu lasen. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, die Komplexität zu beachten. Hier sind ein paar Beispiele:

Zuerst gab es weder… noch, im Gegenteil zu dem was versprochen wurde.

Außerdem haben wir während unseres Aufenthaltes…, was uns sehr enttäuscht hat.

Das Personal war zwar freundlich, aber…

Das Produkt war beschädigt als es geliefert wurde, deswegen…

Ich habe …. erwartet, leider habe ich stattdessen… bekommen.

  • Zusammenfassung:

Die Zusammenfassung darf nicht länger als ein oder zwei Sätze sein.

Allen in allem bin ich von diesem Produkt/von meiner Reise ziemlich enttäuscht.

Meine/Unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Dieses Erlebnis hat mir nur Ärger und Enttäuschung gebracht. Es war eine reine Zeitverschwendung.

Die Dienstleistungen wurden unvollständig erbracht.

  • Forderung:

Und jetzt ist es Zeit, der Firma zu sagen, was wir von ihr erwarten. Nämlich Geld, Erstattung, Reparatur, Umtausch, einen Gutschein…. Wir müssen auch sagen, was wir tun werden, falls die Firma/Der Dienstleister unsere Bedingungen nicht erfüllt.

Aus diesem Grund bitte ich Sie, mein Geld zurückzuerstatten. Ansonsten werde ich die Sache an meinen Anwalt weitergeben.

Deshalb verlange ich ….

Deswegen möchte ich 50% meines Geldes zurück.

  • Bitte um Antwort:

Hier sagen wir einfach, dass wir eine positive Antwort erwarten.

Ich gehe davon aus, dass sie sich für eine faire Lösung entscheiden.

Vielen Dank im Voraus.

Und das war es zum Thema Beschwerden.

Falls ihr noch weitere Tipps habt, schreibt einen Kommentar. Ich würde mich darüber freuen.

Imène

Schreibteil der B1 Prüfung

Während meiner Kurse und Teilnahme an den verschiedenen Prüfungen von Goethe und Telc habe ich von meinen Lehrern und Mitschülern ein paar Tipps gesammelt, die euch helfen könnten, falls ihr die Prüfungen auch machen wollen.

Bevor wir uns das ansehen, möchte ich aber die Leute die Angst haben mit den folgenden Punkten ein bisschen beruhigen.

  • Die Prüfer sind ziemlich großzügig. Sie haben einen kulanten Prozess und werden deshalb nicht zu streng sein, ganz im Gegenteil werden sie versuchen so viele Punkte wie möglich zu geben.
  • Inhaltlich werden die Prüfungen sich nicht von den Büchern unterscheiden. Wenn man die Regeln, Grammatik und Themen vom Buch kennt, wird man überhaupt keine Überraschung im Test erleben.
  • Man braucht weniger Zeit, um sich für die Prüfung vorzubereiten, als die Ziele des Niveaus zu erreichen. Das bedeutet, dass es reicht, wenn man die Schlüsselsätze auswendig kennt.

Jetzt reden wir über das Schreiben.

  1. B1 Schreibprüfung

Im Test hat man 3 Aufgaben:

  • Erläuterung über einen Diskussionsbeitrag
  • Formelle Email
  • Informelle Email
  1. Diskussionsbeitrag

In diesen Aufgaben soll man die eigene Meinung zu irgendeinem Artikel, Online-Gastbuch, Kommentar oder ähnlichem mitteilen.

Stellen wir uns vor, dass das Thema „Ist die Schule schlechter geworden?“ ist.

Erstmal muss man die richtige Struktur des Schreibens kennen:

  • Einleitung: Hier präsentiert man kurz das Thema, warum es wichtig ist und stellt seine Meinung dar. Das muss nicht lang sein, 2 oder 3 Sätze reichen. z.b.: Ich finde, dass die Schule Schwierigkeiten hat, ihre Schüler den wissenschaftlichen Inhalt beizubringen. Da diese Schüler unsere Zukunft sind, sollten wir uns darüber große Sorgen machen.
  • Hauptteil: Hier haben wir 4 Schritte:
    • Erstmal die Argumente präsentieren, die unsere Meinung belegen. Laut einer Europäische Studie, 30% der deutschen Hochschüler schaffen es nicht eine Gleichung mit einer Unbekannten zu lösen.
    • Danach die Argumente Erklären. Das bedeutet, dass die Kenntnisse unterdurchschnittlich sind und dass die Schüler schon bei einfachsten Aufgaben versagen. Das mathematische Wissen war vorher deutlich höher.
    • Ein Beispiel geben. In meiner Zeit waren die Inhalte fordernd. Wenn ich mein Erlebnis mit dem meines Sohnes vergleiche, merke ich, dass mein Kind, trotz Erleichterung des Inhalts, Schwierigkeiten beim Lernen erlebt.
    • Eine andere Perspektive geben. Hier sollte man ein „aber“ hinzufügen oder Ausnahmen nennen: Es könnte aber sein, dass die Konzentration der Kinder durch Smartphones gesunken ist und nicht, dass die Schule selbst versagt.
  • Schluss. Am Ende geben wir ein Fazit. Meiner Meinung nach, gibt es tatsächlich ein Problem an der Schule.  Wir müssen daran etwas ändern.
  • Emails

Im Goethe-Modelltest erfahren wir, dass eine unsere Freundinnen (Anna) nicht zu unserem Geburtstagfeier erscheinen konnte. Unsere Aufgabe ist es, ihr eine Email zu schreiben, wo wir ein paar vorgegebene Fragen beantworten sollen.

  • Beschreiben Sie: Wie war die Feier?
  • Begründen Sie: Welches Geschenk finden Sie besonders toll und warum?
  • Machen Sie einen Vorschlag für ein Treffen.

Mit Emails gelten dieselben Strukturegeln wie beim Diskussionsbeitrag. Wir müssen immer eine Einleitung (einen Kontext in diesem Fall) geben. Übrigens müssen wir mit den passenden Grußformeln anfangen und schließen.

Also wir werden nicht direkt schreiben:

Die Feier war großartig! Ich habe….

sondern:

Liebe Anna,

es ist so schade, dass du nicht zur Party kommen konntest. Ich habe dich vermisst.

Sonst war die Feier großartig! Ich habe….

Es ist auch immer wichtig, die Punkte in separaten Sätzen zu bearbeiten! Wenn ihr zwei Fragen in einem Satz mischt, verliert ihr Punkte!

Also nicht:

Die Feier war großartig, da ich einen rosa Elefanten bekommen habe.

Die Sätze sollten auch nicht kurz und einfach sein. Ihr sollt zeigen, was ihr in den Kursen gelernt habt, wie ein Pfau, der sein Gefieder zeigt. Und ihr sollt versuchen, die Geschichte mit Details ein bisschen lebendiger zu machen. Es ist eine kreative Übung.

Die Feier war großartig! All unsere alten Freunde sind gekommen, sogar Stephan! Ich habe ihn seit der Grundschule nicht mehr gesehen. Er hat mir ein Bild von einem rosa Elefanten als Geschenk gebracht. Es war verrückt, aber ich habe es gemocht.

Es ist gut, ein paar komplexe Sätze vorzubereiten. Nebensätze, Vergangenheit und was man im B1 studiert hat.

Es tut mir leid, dass ich…

Ich freue mich sehr über….

Leider kann ich …, weil ich mit …. beschäftigt bin.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich…

Meiner Meinung nach, …

Letztendlich sollte man nicht vergessen, die Korrektheit des Schreibens zu verifizieren.

Nominativ/Dativ/Akkusativ/Genitiv richtig verwendet?

Komma vor dem Nebensatz?

Alle Substantive großgeschrieben und mit dem richtigen Geschlecht verknüpft?

Usw.

  • Fazit
  • Auch wenn es nicht gesagt ist, sollte man mit einer Einleitung beziehungsweise einem Kontext anfangen. Das soll 2 oder 3 Sätze lang sein.
  • Alle Argumente sollten mit einer Erklärung oder ein Beispiel ergänzt werden. Am Ende der Argumentation sollte man eine Ausnahme nennen.
  • Jeder Punkt, den man bearbeiten muss, sollte sich in einem separaten Satz befinden. Diese Sätze sollten komplex sein: Nebensätze sind empfohlen. Um Punkte zu gewinnen, sollte man zeigen was man im Kurs (Buch) gelernt hat.
  • Kontext beachten: Wenn es Teil der Aufgabestellung ist, dass unsere Freundin krank ist, sollten wir das erwähnen bevor wir die Punkte bearbeiten „Ich hoffe, dass es dir gut geht“, oder „Schade, dass du nicht kommen kannst. Ich wünsche die gute Besserung“… wie man das beim echten Leben machen würde. Emails und Briefe zu den Freunden/Familie fangen mit „Liebe“ an. Formelle Kommunikation beginnt mit „Sehr geehrte…“
  • Die Grammatik, Interpunktion, das Geschlecht und Groß- und Kleinschreibung sollten verifiziert werden.

Goethe und Telc stellen in den Modelltest-PDF-Dokumenten ein paar Schreibkorrekturbeispiele zur Verfügung. Diese kann ich empfehlen.

Viel Spaß beim Lernen und viel Glück in der Prüfung! Ich hoffe, dass diese Tipps nützlich sind.

Imène

Deutscher Sommer und Hitzewellen

Wer vorhat im Sommer in Deutschland zu studieren sollte sich gut schützen: die Hitze ist fast so unerträglich wie in Algerien!

Das haben wir die Hochdruckwelle Yvonne zu verdanken. Sie hat uns die heiße Luft der Sahara mitgebracht. Für mich eine merkwürdige Erinnerung an die Heimat und seine Wüste. Zum Glück haben wir in den Klassen an der Deutschakademie Klimaanlagen, um nicht in unserem Schweiß zu ertrinken. Da es in den nächsten Tagen noch schlimmer werden soll (Laut Nachrichten, Warnstufe 2 und 41 Grad, was den vorherigen historischen Rekord brechen würde), möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um euch über das Thema zu informieren.

  1. Was der Körper tut, um sich zu schützen

Wir haben im Körper Sensoren, die die Temperatur der Umgebung messen und diese Information an das Gehirn weiterleiten. Das Gehirn wird dann einen Vergleich durchführen. Sollte der Körper zu warm sein, werden die Blutgefäße erweitert, um die Wärme besser zu verteilen, was zur Folge hat, dass die Organe weniger durchblutet sind. Falls das nicht reicht, werden wir anfangen zu schwitzen. Dadurch können wir zwischen 2 and 4 Liter pro Stunde Wasser verlieren.

  • Was wir tun können, um uns zu schützen
  • Essen

Daran denken wir nicht oft, aber durch schwitzen verlieren wir wichtige Nährstoffe. Diese müssen ersetzt werden. Das ist eine gute Ausrede, um was Leckeres zu genießen.

  • Viel Wasser trinken

Wenn es warm und feucht ist, kann der Körper in weniger als 30 Minuten schon dehydriert sein. Deshalb ist es empfohlen alle 20 Minuten warmes oder lauwarmes Wasser zu trinken. Warmes Wasser erhöht den Kreislaufdurchblutung und schützt die Organe.

Die Leute sollten sich von Alkohol lieber fernhalten, weil es dehydriert. Außerdem gibt es allein in Deutschland jedes Jahr 40.000 Tote durch Alkohol.

Isotonische Getränke sind im Gegensatz dazu sehr hilfreich. Diese machen es so, dass das Wasser schnell und direkt in den Zellen landet.  Damit bekommen wir mehr Nährstoffe und Energie.

  • Wenige sportliche Aktivitäten treiben

Luftfeuchtigkeit und wärme sind eine sehr gefährliche Kombination. Wenn die Luftfeuchtigkeit 70% überschreitet, kann der Körper die Temperatur durch schwitzen nicht mehr regulieren. Eine strenge Aktivität wird dann strapazierend sein.

Die Belastbarkeit senkt stark. Langsamkeit, Schatten und mehreren Pausen sind notwendig.

  • Kopfschutz

In Algerien ist es oft passiert, dass meine Haare so warm wurden, dass ich sie nicht mehr anfassen konnte. Thermische Irritation des Gehirns kann schneller passieren als man denkt. Man fühlt sich schlecht, verwirrt und kann das Bewusstsein verlieren. In schlimmeren Fällen kann es zum Tod führen. Also, lieber irgendetwas auf dem Kopf tragen. Umso nasser, desto besser.

  • Sonnenschutz

Ah, diese wunderschönen Lichtstrahlen, vor denen man sich einfach nicht richtig schützen kann! Das UV-Licht geht ohne Probleme durch die Kleidungen. Unsere Freunde, die Sonnencremes und Sonnensprays, die uns 50 Lichtschutzfaktor bieten, können ihre Versprechen meistens nicht halten. Wir müssen die richtige Menge von Sonnenmilch benutzen (35g für Erwachsene) und die maximale erlaubte Dauer respektieren: 5 Stunden bei 35 LSF und 8 Stunden bei 50 LSF. Danach können wir nur hoffen, dass wir keinen Sonnenbrand kriegen.

Sonnenlicht kann Verbrennungen zweiten Grades verursachen. Wenn man oft genug verbrannt wird, kann man sich nie wieder in die Sonne legen ohne allergische Reaktionen zu bekommen und das Krebsrisiko zu erhöhen.

  • Die sensiblen Leute nicht vergessen

Letztendlich dürfen wir die empfindlichen Leute nicht vergessen. Alte Leute, kleine Kinder und schwangere Frauen müssen besonders aufpassen. Im Sommer 2018 hat sind der Hitze fast 1000 Menschen zum Opfer gefallen und über 3000 mussten im Krankenhaus. 

Seid vorsichtig, genießt ihr Sommer und habt viel Spaß!

Imène