Heimat

Blog 7 von Alé

Hallo alle zusammen,

In der ersten Woche des Kurses haben wir über das Thema Heimat gesprochen. Das ist ein großes Thema, das zu viele Meinungen und Bedeutungen hat. Heute möchte ich mit euch teilen, was für mich Heimat ist.

Ich bin der Meinung, dass Heimat kein Ort ist, sondern ein Gefühl. Für mich ist Heimat, was mir vertraut und familiär ist.

Egal, wie der Ort aussieht, muss er geborgen sein. Ich würde sagen, dass Bogota meine Heimat ist, weil ich da geboren und aufgewachsen bin, aber Hamburg wird Stück für Stück eine zweite Heimat.

Zum Beispiel ist Bogota eine große Stadt, grün, die Landschaft sieht gebirgig aus, das Wetter ist komisch, nicht zu kalt und nicht zu heiß, aber meistens bewölkt. Danach steht, wie man sich auf der Straße fühlt: manchmal sicher, manchmal nicht. Dann kommt der Verkehr: immer chaotisch, was man am Ende des Tages sehr anstrengend findet. Aber trotzdem ist das schöne Bogota meine Heimat.

Auf der anderen Seite ist Hamburg auch eine schöne Stadt, städtisch, aber nicht zu groß, wie Bogota. Das Wetter ist auch ein bisschen komisch, aber auf eine andere Weise. Wenn man in der Stadt herumläuft, fühlt man sich sehr sicher, egal ob es tagsüber oder nachts ist. Der Verkehr trotz aller Beschwerden ist für mich perfekt, deswegen fühle ich mich am Ende des Tages ganz entspannt. Die Stadt, würde ich sagen, ist grüner als Bogota, mit vielen Bäumen, Flüssen und Parks, aber flach und trotzdem ist die für mich auch Heimat.

Wahrscheinlich ist es so für mich, weil ich mich an Bogota und jetzt an Hamburg gewohnt habe. Alles für mich ist familiär und ich laufe gerne und sicher durch die beiden Städte. Obwohl ich in Hamburg eine Einwanderin bin und immer noch die Sprache lerne, fühle ich mich nicht fremd. Das ist, was für mich Heimat bedeutet.

Ich lade euch ein, nach einer Weile über die Bedeutung von Heimat nachzudenken. Ich finde es schön und nostalgisch, ist aber am Ende so persönlich und bezaubernd.

Alé

Lübeck

Blog 6 von Alé

Hallo alle zusammen!

Bei diesem Eintrag schreibe ich über Lübeck, eine schöne Stadt, die in der Nähe von Hamburg ist. Eine Stunde oder weniger mit der Bahn könnt ihr fahren, um dieses Ziel zu erreichen.

Bringt eure Turnschuhe mit, weil ihr viel laufen werdet und ich empfehle euch, im Sommer zu fahren, weil ich es liebe und es gemütlicher finde. Deswegen bin ich vor 2 Wochenenden nach Lübeck gefahren.

Obwohl ich einen Stadtplan hatte, bin ich ganz spontan gelaufen, wie ich schon gesagt habe in anderem Eintrag, dass es das Beste ist, wenn ihr euch in einer Stadt verlaufen habt.

Die Innenstadt erreicht ihr in 15 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof und eigentlich braucht ihr kein Bahnticket in der Stadt, weil alles was euch interessiert steht in der Altstadt – außer der Strand an der Ostsee namens Travemünde. Viele Leute empfehlen, dahin zu fahren. Das ist ein Ziel, das ich empfehle, nur wenn ihr Strandlust und ein bisschen mehr Zeit habt (perfekt im Sommer).

Das Wichtigste in Lübeck:

  1. Das Holstentor: das ist das Erste, das ihr seht, wenn ihr in der Stadt ankommt. Überragendes Symbol der Stadt.
  2. Der Salzspeicher: ein Paar mittelalterliche Gebäude, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gebaut wurden. Die Gebäude erinnern uns daran, dass für die Stadt der Salzhandel wichtig war.
  3. Die St. Petris Kirche, Dom, St. Jakobi und St. Marien Kirche. (Geht nicht an der Teufelsstatue an der Kirche St. Marien vorbei)
  4. Das Europäische Hansemuseum. Entweder interessiert ihr euch fürs Segeln oder die Geschichte des Mittelalters oder für Museologie oder Architektur. Dann ist es ein Museum, das euch interessieren wird. Am Ende eurer Führung könnt ihr mit dem gleichen Ticket ins Burgkloster reingehen und eine schöne, aber mühselige Denkmalpflege-Arbeit anschauen.
  5. Das Rathaus: Wenn ihr im Winter geht, dann genießt den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Wenn nicht, schaut wie anders dieses Rathaus ist.
  6. Das Niederegger Café: wenn ihr Lübeck besucht, um nur Marzipan zu probieren, dann ist das euer Ziel. Im Geschäft könnt ihr nicht nur Marzipan kaufen, sonder auch eine Führung machen, um die Geschichte kennenzulernen.
  7. Lauft bloß auf der Straße und lasst euch überraschen! Genießt auch die kleinen Geheimhöfe in jedem Block.
  8. Das Heiligen-Geist Hospital: eins von den ersten Hospitals in Europa ist in Lübeck gebaut worden.

Noch ein kleiner Info-Tipp ist, dass Lübecks Innenstadt als Kulturerbe anerkannt wird.

Wenn ihr wollt, geht doch mal im Sommer, Herbst, Winter oder Frühling dahin! Was nicht geht, ist, wenn ihr in Hamburg wohnt und noch nicht nach Lübeck gefahren seid.

TEKAMOLO

Blog 5 von Alé

Hallo alle zusammen!

Ich weiß es nicht, wie ich dieses Thema anreißen soll, aber es hat mich neugierig gemacht und es ist auch einfach zu erklären!

TEKAMOLO ist eine Lerntechnik, die Ergänzungen in Sätzen nach ihrer Reihenfolge ordnet. Jede Silbe bedeutet etwas: (TE) Temporal, (KA) Kausal, (MO) Modal und (LO) Lokal.

Alles geht einfacher mit Beispielen, finde ich:

  • Ich habe letzten Monat wegen der Sommerferien wohlverdient eine Reise durch Deutschland gemacht.
  • Er ist gestern aufgrund des Staus spät an der Uni angekommen.

Wenn ihr diese Technik lernt, könnt ihr schon damit spielen. Dann müsst ihr euch nur um die Reihenfolge der Wörter kümmern und einem bestimmten Teil innerhalb des Satzes eine gewisse Bedeutung geben.

Das bedeutet, dass Angaben der ZEIT immer vor den Angaben von einem ORT stehen. Z.B: „Ich bin gestern ins Kino gegangen.“ UND NICHT: „Ich bin ins Kino gestern gegangen.“

Auch beim Dativ und Akkusativ muss man aufpassen! Der Dativ steht zwar immer vor dem Akkusativ, aber wenn der Akkusativ ein Pronomen ist, steht er ganz vorn. Puh, das ist echt kompliziert! Aber ich gebe euch ein Beispiel:

  • Ich schenke meiner Oma Blumen. – „meiner Oma“ ist Dativ, deshalb steht er vor „Blumen“ (Akkusativ)
  • Ich schenke sie meiner Oma. – Der Akkusativ ist hier ein Pronomen, deshalb steht er nach dem Dativ „meiner Oma“.

Angaben von einem GRUND („warum?“) stehen vor Angaben der ART („wie“). Das ist leicht! Ich sage: „Paul geht wegen des Schneefalls vorsichtig nach Hause.“ UND NICHT: „Paul geht vorsichtig wegen des Schneefalls nach Hause.“

Am besten gefallen mir aber die Präpositionalergänzungen. Das Wort ist zwar ein echter Zungenbrecher, aber es erlaubt mir, dass ich alle Ergänzungen mit Präpositionen an das Ende des Satzes stellen darf. Echt easy!

  • „Ich schenke meiner Oma Blumen ZUM GEBURTSTAG.“
  • „Paul geht wegen des Schnees vorsichtig nach Hause ZU SEINER FREUNDIN.“
  • „Wir träumen schon seit vielen Jahren von einem Leben AUF DEM LAND.“

Mit dem kostenlosen online Deutschkurs der DeutschAkademie könnt ihr diese und viele weitere Grammatikthemen üben. 🙂

Tipps, wie man zu Hause gut lernt

Blog 4 von Alé

Hallo alle zusammen!

Jetzt haben wir die Möglichkeit, bei der DeutschAkademie entweder in der Akademie zu lernen oder zu Hause.

Wie praktisch es ist, Zuhause zu lernen! Wir wählen den Stundenplan aus, der für jeden möglich ist, und dann schalten wir den Computer / das Laptop / das Handy / das Tablet ein, um unseren Unterricht zu nehmen.

Worüber wir uns vorher keine Sorgen gemacht haben, war ein aufgeräumter und ruhiger Raum, der uns erlaubt, ohne Ablenkung zu lernen.

Deswegen möchte ich mit euch gerne ein paar Tipps teilen, die euch ermöglichen, einen guten Unterricht zu haben:

  1. Wählt zu Hause einen Raum aus, in dem ihr euch gemütlich fühlt. Versucht, dass dieser Raum viel Sonnenlicht hat und dass ihr während des Unterrichts alleine bleibt.
  2. Nehmt ein Glas Wasser und einen Kaffee mit.
  3. Bereitet euer Buch, Notizbuch und euren Kugelschreiber vor.
  4. Schaltet euer Handy aus.
  5. Bereitet den Link mindestens 10 Minuten vorher vor und habt viel Spaß!

Dazu möchte ich noch empfehlen, eine Notiztafel zu haben und wenn ihr schon mal in der Akademie wart, habt ihr bestimmt ein paar Lern-Poster, die sehr nötig sind. Z.B. ich habe zwei Poster: das erste mit den unregelmäßige Verben und das andere mit wichtigen und nötigen Grammatik-Hilfsmitteln, um Sätze zu bauen.

Während des Unterrichts, wenn ich mich nicht so sicher fühle, gucke ich sowohl auf meine Notiztafel, die bestimmt die neuen Sachen hat, die ich gelernt habe, als auch auf die Poster, die wichtige Grammatikergänzungen enthalten.

Na dann – ich wünsche euch viel Spaß beim Lernen und hoffe, dass diese Tipps für euch hilfreich sind.

Alé

Deutsch lernen trotz Corona: der Online-Kurs an der DeutschAkademie

Blog 3 von Alé

Hallo alle zusammen,

wir müssen nicht über das Coronavirus sprechen, denn alle von uns wissen schon, was es bedeutet. Was ich in diesem Blog sagen möchte, ist wie ich den Onlinekurs bei der DeutschAkademie finde.

Als ich im April gesehen habe, dass die DeutschAkademie Onlinekurse anbietet, hatte ich nicht daran gezweifelt. Ich habe mich für einen Konversationskurs angemeldet.

Eine gute Entscheidung hatte ich getroffen. Der Kurs war perfekt, in einer angenehmen Zeit, um nur zu sprechen. Meine Partner und die Lehrerin waren auch toll. Ich habe im Mai sehr viel gelernt und geübt, sodass ich stolz auf mich war. Deswegen dachte ich: Nach den Sommerferien muss ich weiter lernen und so war es dann auch. Gerade mache ich einen B2.1 Intensiv-Onlinekurs.

Ich freue mich darüber, denn jeden Tag fühle ich mich zufrieden, weil ich den Kurs habe und viel lerne. Wir sind 12 Leute in der Gruppe und jeder von uns lernt von Zuhause. Und was für ein Zufall! In der Gruppe gibt es 6 Leute, die Spanisch als Muttersprache sprechen und auch 3 Architektinnen. Wisst ihr noch? Ich bin auch Architektin von Beruf und ich komme aus Kolumbien, deswegen spreche ich auch Spanisch als Muttersprache. 😉

Christina ist diesen Monat unsere Lehrerin und sie ist ganz lustig und fleißig. Trotz Corona unterrichtet sie so, wie es auch im Klassenzimmer sein könnte. Wir können immer fragen, an Aktivitäten teilnehmen und wir üben jeden Tag die 4 Kompetenzen (Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben).

Trotz ihrer tollen Arbeit als Lehrerin würde ich sagen, dass ich manchmal den Bus und die U-Bahn vermisse, aber am meisten vermisse ich die Spiele im Raum und die Pausenzeit, wo man die anderen Teilnehmer kennenlernen kann. Aber so ist es nun mal zurzeit…

Was ich sagen muss, ist, dass keiner es umgehen kann. Das Internet ist da und die DeutschAkademie auch. So gibt es keine Ausrede, um nicht weiter Deutsch zu lernen.

Viel Spaß und bleibt gesund!

Alé

Meine Hamburg-Tipps

Blog 2 von Alé

Hallo alle zusammen!

Die schönste Stadt der Welt, die Perle, meine Perle. Das ist Hamburg.

Nach einem Jahr in Hamburg würde ich sagen, dass Hamburg eine sehr schöne, multikulturelle und ordentliche Stadt ist.

Sie ist sehr berühmt wegen ihres Wetters und na ja, das Wetter hier ist verrückt. Ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, aber das ist nur ein kleiner Teil von Hamburg.

Hamburg ist sehr städtisch, aber grün, mit Bäumen, Parks und Flüssen. Die Stadt ist auch sicher, familiär und modern. Schon einen Monat nach meiner Ankunft fühlte ich mich nicht fremd in der Stadt. Natürlich bin ich auch viel gelaufen und habe mich verlaufen und ich muss sagen, dass mir immer noch viele Stadtteile fehlen, die ich noch besuchen möchte.

Die Altstadt ist schön, aber Hamburg hat noch viel mehr zu bieten.

Die folgenden Orte müsst ihr in Hamburg besuchen:

  • Die Altstadt. Ich empfehle euch eine Free Walking Tour zu machen. (auf Deutsch, wenn ihr üben wollt)
  • Die Speicherstadt (vergesst nicht das Wasserschloss und natürlich die Elbphilharmonie)
  • Winterhude: ein schicker Stadtteil von Hamburg
  • Das Treppenviertel: Wer sagte, dass Hamburg flach ist?
  • Der Blankenese-Strand: Wer braucht das Meer, wenn die Elbe da ist?
  • Die St. Michaelis Kirche
  • Der Stadtpark
  • Planten un Blomen
  • Die Hafen City
  • Der Friedhof Ohlsdorf
  • Macht zu Fuß oder mit dem Rad eine Tour am Hafen von der Elphi bis nach Blankenese (Landungsbrücken, Elbtunnel, Fischmarkt, Dockland, Altona, Teufelsbrück)

Benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg wie Busse, S-Bahn, U-Bahn und Fähren oder mietet ein Fahrrad und entdeckt euren Lieblingsort in Hamburg.

Kleiner Tipp: Verlauft euch in der Stadt, denn so entdeckt ihr ihre Geheimnisse!

Viel Spaß!

Wer bin ich?

Blog 1 von Alé

Hallo alle zusammen!

Ich bin Alejandra, aber alle nennen mich Alé und ich komme aus Kolumbien.

In Hamburg wohne ich schon seit einem Jahr und ich plane noch mehr Zeit hier zu bleiben, um einen Master zu machen und mein Leben in Deutschland aufzubauen.

Ich bin Architektin von Beruf, aber derzeit arbeite ich als Au-pair-Mädchen, denn so kann ich mit Einheimischen Deutsch lernen und üben. Die Erfahrung ist toll geworden und ich kann es euch empfehlen, wenn ihr andere Sprachen lernen wollt.

Im August schreibe ich noch einmal den Blog für die DeutschAkademie, weil ich es großartig finde. Letztes Mal habe ich den Blog auf Englisch geschrieben, aber jetzt schreibe ich ihn auf Deutsch, weil ich die Sprache ein bisschen fließender beherrsche als noch vor ein paar Monaten.

Das ist meine Herausforderung für diesen Monat. Darunter könnt ihr finden: Ausflüge, Deutsch-Tipps und Schultipps, um Zuhause zu lernen (wegen Corona) usw.

Herzlich Willkommen und viel Spaß! 🙂

Alé